Das Netzwerk der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) "Fränkische Schweiz Aktiv" wird am Mittwochabend aktiv. Die Gemeinderäte der beteiligten Gemeinden treffen sich um 19 Uhr in der Stadthalle Ebermannstadt und sammeln Informationen. Hanngörg Zimmermann (BMG), Bürgermeister von Gößweinstein, ist einer der Beteiligten.

Mit welchen Partnern arbeiten Sie zukünftig bei der ILE zusammen und warum gerade mit denen?
Hanngörg Zimmermann: Für die Erstellung des "Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes (ILEK)" und des "Vitalitäts-Checks 2.0 zur Innenentwicklung" haben wir uns für die Kooperationsgemeinschaft Architektur- und Ingenieurbüro Perleth, Schweinfurt, und Arc-grün-Landschaftsarchitekten-Stadtplaner Gmbh, Kitzingen, entschieden. Vor der Vergabe des Auftrages haben wir eine Bewertung aller Angebote vorgenommen. Neben dem sehr guten Aufgabenverständnis überzeugte die Kooperationsgemeinschaft durch moderne Ansätze nicht nur im Rahmen der Bürgerbeteiligung, sondern auch bei der Einbindung der Bürgermeister, Gemeinderäte und weiterer Beteiligter im Planungsprozess.

Welches der geplanten Projekte finden Sie besonders spannend?
Bisher kannte ich es von ähnlichen Planungsprozessen nur, dass Erwachsene unterschiedlichen Alters eingebunden waren. Die Einbindung von Jugendlichen, die jedoch unsere Zukunft sind und auch diese gestalten, kannte ich bisher nicht. Im Rahmen unseres Planungsprozesses werden die Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Ebermannstadt und Gößweinstein, der Realschule Ebermannstadt und des Ehrenbürg-Gymnasiums Forchheim und des Gymnasium Fränkische Schweiz Ebermannstadt eingebunden. Es wird in den Schulen eine Unterrichtsstunde zum Thema "Heimat & Zukunft" geben und es erfolgt eine Befragung. Der Fragebogen selbst wird hierbei von den Schülern des Fränkischen Schweiz Gymnasiums konzipiert und entworfen.

Und was geschieht dann mit dem Fragebogen, wer beantwortet den?
Der Fragebogen wird nach Erstellung den anderen Schulen zur Verfügung gestellt, damit dort die Befragung erfolgen kann. Wir werden somit ein unvoreingenommenes Bild der Jugendlichen erhalten. Die Ergebnisse werden dann auf dem Allianz-Café am 21. Oktober in Pretzfeld von Schülern im Rahmen der Bürgerbeteiligung selber vorgestellt.

Warum braucht man eine ILE?
In der heutigen Zeit kann keine Kommune mehr alleine erfolgreich sein. Nur wer bereit ist, gemeinsam zu agieren, über den Tellerrand hinaus zu schauen und zu teilen, kann für sich und seine Nachbarkommunen zum Erfolg kommen.

Das Gespräch führte
Carmen Schwind.