Im Frauenauracher Amtshausschüpfla ist derzeit die Sommerausstellung "Aus der Geschichte Frauenaurachs" zu sehen. Die Ausstellung steht ganz im Zeichen des Jubiläums 100 Jahre Heimat- und Geschichtsverein Erlangen (HGV), welcher der Trägerverein des Frauenauracher Arbeitskreises ist. Deswegen zeigen die Aktiven in Frauenaurach, was sie in den 37 Jahren unter seinem Dach geleistet haben. Denn mit dem Gründungsjahr 1982 ist auch das Museum im Amtshausschüpfla eng verknüpft.

Zu Beginn sahen es die Frauenauracher als ihre Hauptaufgabe, die Ortsgeschichte zu erforschen, denn vieles war aus dem Gedächtnis der Bewohner verloren gegangen. Allerdings gab es keine gut recherchierte Ortschronik. Es war daher eine umfangreiche Archivarbeit notwendig, die Engagierten betraten "Neuland". Bei den Recherchen wurden viele interessante Fakten aufgedeckt.

Bevor das Amtshausschüpfla für Veranstaltungen und Ausstellungen genutzt werden konnte, musste das sehr heruntergekommene Gebäude, dessen Wurzeln ins 13. Jahrhundert zurück reichen, innen grundlegend renoviert werden. Ziel war es, das Innere so auszugestalten, wie die Menschen in Frauenaurach vor 100 Jahren gelebt hatten. Außerdem wurde ein kleiner Ausstellungsraum für die kulturhistorischen Ausstellungen eingerichtet.

Von Anfang an wurde so viel wie möglich aus der Vergangenheit Frauenaurachs gesammelt, was noch gerettet werden konnte: Möbel, Fotos, Geschirr, Textilien, Wandschmuck, Handarbeiten, Werkzeuge, landwirtschaftliche Geräte und vieles mehr. Inzwischen sind die Depots im Gemeindezentrum und im Feuerwehrhaus mit den Schätzen aus Frauenaurach gut belegt. Parallel dazu wurden die alten Bräuche in Frauenaurach erforscht und versucht, sie wiederzubeleben, was teilweise auch gelang.

Zur Unterstützung ihrer Arbeiten erhielten die Engagierten in Frauenaurach vom Heimat- und Geschichtsverein Erlangen einen überschaubaren jährlichen Zuschuss, mit dem sich aber einiges umsetzen ließ. Hinzu kamen die vielen Spenden von Gönnern in Frauenaurach und die Zuwendungen der Besucher des Museums. Mit der Jubiläumsausstellung ist auch der Dank an alle Unterstützer des Museums verknüpft.

Ortsansicht von 1839

In der Ausstellung wird die Geschichte Frauenaurachs aufgezeigt, die Entwicklung vom Frauenkloster hin zum markgräflichen Schloss. Ein Ausschnitt aus einem Gemälde von Carl Haag aus dem Jahr 1839 vermittelt noch den Eindruck Frauenaurachs, wie es sich Besuchern präsentierte, bevor sich vieles veränderte. Zu Betreten war der Ort durch ein Tor, an die Kirche angefügt war noch das ehemalige Schloss.

In den Vitrinen ist das zu finden, was bei vielen Familien zur Ausstattung gehörte, Fotos von Konfirmationen und Hochzeiten in Frauenaurach, passend dazu die Aussteuer der Braut, aber auch der Zylinder und die Uhr für den Bräutigam, genauso wie das gute Geschirr für den Sonntag. Mit Achtung und Respekt für die Menschen, die früher hier lebten, zeigen und dokumentieren die Aussteller, wie anders das Leben früher war.

Die Ausstellung kann noch bis 6. Oktober an jedem ersten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr, am 8. September von 11 bis 17 Uhr und am 22. September von 14 bis 17 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung unter 0175/3526573 besichtigt werden.