Das "Jungferla" mit seinem Felsenkeller bei Baiersdorf war auch in diesem Jahr am Himmelfahrtstag ein beliebter Anlaufpunkt. Bereits zum zwölften Mal hatte der Heimatverein Baiersdorf hier für die Gäste die Versorgung übernommen. Gegen schlechtes Wetter mussten in diesem Jahr keine Vorkehrungen getroffen werden.

Die Straßenkreuzung säumten zahlreiche Autos, Fahrräder und Motorräder, so dass kaum jemand an dem temporären Festgelände vorbeikam, ohne sich dafür zu interessieren, was dort auf der Wiese und unter den schattigen Bäumen alles geboten wurde. Eine Neuerung in diesem Jahr waren die T-Shirts der Helfer, die auf dem Rücken die Aufschrift "Heimatverein Baiersdorf" auf der Brust dagegen "Bolandi" trugen.

Auch für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung war gesorgt, die Musiker aus Effeltrich sorgten für den richtigen Ton. Eine große Anzahl von Vereinsmitgliedern war für die Bewirtung der Gäste eingebunden. Damit niemand Durst leiden musste, wurde in diesem Jahr Bier von der Brauerei Kraus aus Hirschaid ausgeschenkt. Aus dem Zapfhahn floss süffiges Lagerbier. Besonders wichtig ist den Verantwortlichen: "Wir nehmen jedes Jahr das Bier von einer Kleinbrauerei aus der Region!" Eine lange Schlange zeigte an, wo der Gerstensaft ausgeschenkt wurde.

Führungen im Felsenkeller

Ein weißer Pavillon auf der Wiesenfläche ließ erkennen, dass hier Kuchen und Kaffeeliebhaber auf ihre Kosten kamen. Die so genannten Knieküchla waren bei den Gästen sehr gefragt.

Monika Hofmayer, Vorsitzende des Heimatvereins Baiersdorf, konnte mit ihrem Stellvertreter Martin Müller in ihrer Begrüßung auf bereits erfolgreich verlaufene Feste am "Jungferla" zurückblicken. Auch dieses Jahr sollte genauso erfolgreich über die Bühne gehen. Möglich waren natürlich Führungen im Felsenkeller mit Helmut Richter, die von den Besuchern gerne angenommen wurden. Wer hat schon die Möglichkeit, einen derart gut hergerichteten alten Lagerkeller zu besichtigen?

Mit dem Wasser aus dem "Jungferla" wurde einst über eine Wasserleitung ein Brunnen in Baiersdorf gespeist. Im Kellergewölbe kann man noch ein Teil der hölzernen Wasserleitung bewundern, in der das Wasser nach Baiersdorf floß. Der Brunnen wurde im Jahr 1800 nach Emskirchen verkauft, wo er 1801 aufgestellt wurde und heute noch steht. Der Keller war im Verlauf der Zeit verfallen und der Eingang sogar vermauert worden. Er wurde durch die Aktiven des Heimatvereins Ende 2006 geöffnet. Seitdem sprudelt das Wasser wieder.

Aufgrund des niederschlagsarmen Winters wird es in diesem Jahr allerdings noch etwas dauern, bis das Wasser wieder aus dem Brunnen fließt. Manfred Welker