Im Flößerdorf feierte Josef Kraus seinen 90. Geburtstag. Der Jubilar ist ein waschechter Friesener und verbrachte seine Kindheit im elterlichen Anwesen bei den "Schallern" im äußeren Dorf. Geprägt war diese Zeit auch durch die Kriegsjahre. Fast wäre der Jubilar in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs noch zum Einsatz gezwungen worden, aber gerade in Wallenfels angekommen, wurde wieder der Rückzug angetreten.

Die nächsten Jahre verbrachte Kraus mit der elterlichen Landwirtschaft. 1954 heiratete er seine Frau Rosi. Zu dieser Zeit war der Jubilar beim Sägewerk Gottfried Fischer in Friesen beschäftigt. Er ergriff aber 1963 die Möglichkeit "auswärts" zu arbeiten. 25 Jahre lang war er fortan in verantwortlicher Position bei der Bamberger Straßen- und Tiefbaufirma Richard Schulz beschäftigt. Oft war er die ganze Woche über nicht zu Hause, und Ehefrau Rosi oblag daher die Erziehung der beiden Söhne Norbert und Berthold.

Von seinem handwerklichen Geschick profitierte Josef Kraus im Beruf, aber auch bei allen Bautätigkeiten der Familie. Holzarbeiten sowie die Errichtung und Pflege von Gartenanlagen liegen ihm besonders, weswegen er regelmäßig als "Hausmeister" auf den familiären Anwesen im Einsatz ist. Inzwischen wird er im eigenen Heim liebevoll umsorgt. Josef Kraus musste aber auch einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen, als seine Ehefrau Rosi 1991 viel zu früh verstarb.

Als Hobby bezeichnet er seine Tauben. Ganz besonders am Herzen liegt ihm zudem der SV Friesen. Seit 1945 fungiert er als Platzkassierer. Selbstverständlich war er bei allen Bauprojekten des Vereins als Helfer dabei. In den vergangenen 18 Jahren bekleidete er das Amt des Platzwartes. Zum Jubeltag gratulierten ihm seine beiden Söhne mit den Schwiegertöchtern, die drei Enkelkinder sowie Urenkelin Rosa. Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein dankte dem Jubilar für sein Engagement. Abordnungen des SV Friesen und des örtlichen Musikvereins machten ihre Aufwartung. red