Am 23. Juni haben die Lindauer Einwohner doppelten Grund zur Freude: Zusammen mit dem traditionellen Brunnenfest soll an diesem Tag auch offiziell der Abschluss der Dorferneuerung gefeiert werden. Im Vorfeld galt es, das neue Backhaus zu testen.
Früh um halb sieben schürte Christian Potzel an diesem Tag das Feuer an. Ein paar "Tester" versammelten sich vor dem neuen Backofen, stellten zwei Bänke und einen Tisch auf. Darauf belegte Melanie Potzel inzwischen zwei Pizzen. Evi Meisel hatte "Dresdner Handbrote" vorbereitet, die wie eine Art zusammengeklappte Pizza aussehen. Beides wurde nach Christian Potzels Kommando "Einschießen" gleich vorne an der Luke platziert. Dahinter kamen einige vorbereitete kleinere Brote. Patrick Müllers feuerfeste Form mit Haxe und kernigem Bauchfleisch kam erst mal ganz nach hinten - da war es am heißesten und das Fleisch brauchte ja auch am längsten.


Schaut gut aus und schmeckt

Das erste Brot, das nach 20 Minuten aus dem Ofen durfte, schaute sehr gut aus. Nach einem Biss in das erste Lindauer Holzofenbrot bestätigten alle: schmeckt prima, die Konsistenz passt.
Das musste auch der Profi anerkennen: Reinhold Schwab von der ortsansässigen Bäckerei war mit einer Batterie von großen und kleinen Teig-Rohlingen aus seiner nur 100 Meter entfernten Backstube dazugekommen. Er wollte bei der Premiere Gewürz- und Roggenmischbrot ausprobieren.
Bald darauf war auch das "Dresdner Hausbrot" fertig und fand gleichfalls regen Zuspruch. Erstes Fazit der Anwesenden: Operation gelungen, Aktion ausbaufähig.
Christian Potzel kann sich nach dem verheißungsvollem Test dann auch gut vorstellen, den Backofen künftig einmal im Monat anzuschüren.