Die Heinrich-Faber-Musikschule hatte am Samstag zu einem Tag der offenen Tür in ihre Übungsräume in der Herzog-Otto-Mittelschule eingeladen.

Die Musikschule, als deren Träger die Stadt fungiert, besteht bereits seit 47 Jahren und hat seither Tausende von Schülern dazu verholfen, ein oder sogar mehrere Instrumente zu beherrschen. Der Leiter der Schule, Reinhard Arnold, der selbst Gitarre- und Blockflötenunterricht erteilt, stand den Besuchern mit seinem gesamten Team zur Verfügung, nämlich mit seiner Frau Stella von Havadi-Arnold (Klavier, Keyboard, Gesang, musikalische Früherziehung), sowie Zdenek Fiala (Blechblasinstrumente, Schlagzeug), Thomas Meyer (Klavier, Keyboard, Orgel), Harald Kotschenreuther (Akkordeon), Susi Schliefer (Querflöte), Gerda von Wechmar (Geige), Vladimir Sigarev (Schlagzeug) und Thomas Steinhardt (Saxophon, Klarinette).

Viele Eltern kamen mit ihren Kindern, um die Gelegenheit zu nutzen, sich zwanglos über die verschiedenen Möglichkeiten und Modalitäten eines Musikunterrichts zu informieren. Einige bewiesen schon bei einer kurzen Probe durchaus Talent. So kam die neunjährige Pauline Eichert, die die Grundschule am Markt besucht, erstmals über ihre Cousine, die in einem Orchester spielt und mit Saxophon, Klarinette und Klavier gleich drei Instrumente beherrscht, in Kontakt mit der Musik, indem sie das eine oder andere Instrument einmal ausprobierte. Auch beim Tag der offenen Tür griff sie gleich zum Saxophon und ließ sich von Thomas Steinhardt die Grundübungen mit dem Instrument zeigen.

Aller Anfang ist schwer

Die gleichaltrige Lara Herbst, die die Montessorischule in Mitwitz besucht, wollte wie die meisten verschiedene Instrumente ausprobieren und fing mit der Klarinette an. Während sie am Anfang Schwierigkeiten hatte, dem Instrument überhaupt einen Ton zu entlocken, so wie es allen Anfängern ergeht, kam sie bald besser damit zurecht, nachdem sie der Lehrer mit der Technik des Instruments vertraut gemacht hatte. So spielten die beiden Mädchen sogar mit Begeisterung als Duett zusammen.

Der jüngste Musikliebhaber war der vierjährige Nick Grünwald, der in den Pfarrkindergarten der Heiligen Familie geht. Er ließ sich von seiner achtjährigen Schwester Lena, die seit drei Jahren Geige spielt, musikalisch inspirieren. Musiklehrer Harald Kotschenreuther hatte auch ein kleines Akkordeon parat, mit dem der junge Mann die ersten Versuche unternehmen konnte. Aus einem anderen Zimmer waren laute Schlagzeugklänge zu hören. Dort übte der achtjährige Yuhan Wang am Perkussionsinstrument mit dem sechsjährigen Tobias Ernst-Pirgov an der Trompete ein Duett ein.