Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) rät jetzt dringend zur Vorsicht und gibt Tipps für die Sicherheit. "Wichtig ist es, erst viele Tage mit starkem Nachtfrost abzuwarten, bevor man eine Eisfläche betritt", schreibt die DLRG in einer Pressemitteilung.
Bei Seen sollte die Eisdecke mindestens 15 Zentimeter stark sein, damit das Eis betreten werden kann. Und trotz einer vermeintlich dicken Eisschicht können an verschiedenen Stellen Gefahren lauern: Über fließendem Wasser wächst die Eisschicht langsamer als auf stehendem. Daher besteht besondere Gefahr an Zu- und Abflüssen, an Quellen im See, die Strömungen verursachen, und an bewachsenen Uferstellen.
Mit dem Zustrom von geflüchteten Menschen ergibt sich heuer zudem eine neue Situation. Die DLRG geht davon aus, dass ein sehr großer Teil dieser Menschen weder schwimmen kann noch irgendeine Vorstellung von zugefrorenen Gewässern und deren Gefahren hat. Deshalb bittet die DLRG die Bevölkerung: An zugefrorenen Gewässern brauchen Flüchtlinge besondere Achtsamkeit. Dunkle Stellen im Eis bedeuten eine besonders dünne Eisschicht: Über fließendem Wasser wächst die Eisschicht langsamer als auf stehendem. Daher besteht besondere Gefahr an Zu- und Abflüssen von Seen und an Quellen im See, die Strömungen verursachen; ebenso an bewachsenen Uferstellen.
Eine Schneeschicht auf dem Eis verhindert zusätzlich das Anwachsen der Eisschicht. Ein Knistern oder Knacken beim Betreten der Eisschicht ist ein letzter Hinweis dafür, dass die Tragkraft des Eises nicht ausreicht. Das eiskalte Wasser verursacht schneidende Schmerzen und raubt dem Körper Muskelkraft. Einem Verunfallten bleiben deshalb nur wenige Minuten Zeit, sich selbst zu retten. Außerdem bedeutet Unterkühlung im eisigen Wasser fast immer Lebensgefahr.

1.Hinweise respektieren
Man sollte nur dann aufs Eis, wenn man ganz sicher ist, dass es auch trägt. Man sollte dabei auch bedenken, dass die Eisfläche unterschiedliche Stärken haben kann. "Alle Freizeitsportler sollten Warnhinweise respektieren und sich über die speziellen örtlichen Gegebenheiten informieren", schreibt die DLRG weiter. Offene Stellen in der Eisschicht seien unbedingt weiträumig zu meiden. "Niemals alleine aufs Eis gehen, nur in Begleitung", heißt es weiter. Kinder sollten ihrerseits nur zusammen mit mindestens einem Erwachsenen auf das Eis.

2.Nach Ästen schauen
Bevor die Sportler aufs Eis gehen, sollten sie sich nach geeigneten Rettungsmitteln umschauen; zum Beispiel Stangen oder Äste. Diese sollten sie gut sichtbar an einem sicheren Platz ablegen. "Auch ein umgedrehter Schlitten ist geeignet. Sobald ein Knistern oder Knacken zu hören ist, ist das ein letzter Hinweis, dass das Eis nicht ausreichend tragfähig ist. In diesem Fall die Eisfläche sofort verlassen. Bei Einbruchgefahr auf die Eisfläche legen und so das Gewicht verteilen", schreibt die DLRG.

3.Panik vermeiden
Es verbleibt nicht viel Zeit, sich selbst aus dem frostigen Wasser auf die Eisfläche zu retten. Binnen weniger Minuten tritt eine Unterkühlung ein. Das eiskalte Wasser verursacht starke Schmerzen, und die Kräfte für eine Selbstrettung schwinden schnell. Wichtig ist es, Ruhe zu bewahren und Panik zu vermeiden. Wer ins Eis eingebrochen ist, sollte versuchen, Passanten auf sich aufmerksam zu machen. Wer eingebrochen ist, dem empfielt die DLRG, die Arme über die Oberfläche der Eisfläche zu breiten. Man sollte versuchen, sich langsam flach auf die Eisfläche zu schieben und kriechend das Ufer zu erreichen.

4.Entschlossen helfen

Wenn man selbst sieht, dass jemand ins Eis eingebrochen ist, sollte man laut der DLRG laut um die Unterstützung durch andere rufen. Wichtig ist, sofort den Notruf unter 112 abzusetzen. Alle weiteren Personen sind vom Eis zu winken, sie sollten sich von der Einbruchstelle im Liegen wegbewegen.

5.Umsichtig retten
Beim Retten einer eingebrochenen Person sollte man sich der Einbruchstelle nur flach auf dem Eis liegend nähern. "Die Retter sollten Hilfsmittel benutzen, um den Druck auf das Eis auf eine größere Fläche zu verteilen: zum Beispiel einen umgedrehten Schlitten oder ein Brett. Auch die Eiseinbruchkante sollte mit einem Hilfsmittel abgedeckt werden, damit sie nicht nachbrechen kann. Dem Verunglückten sollte unbedingt ein Hilfsmittel gereicht werden. Dies könnte ein Schal, ein starker Ast, Stangen oder auch eine Leine sein. red