Das Bündnis für Familien und Senioren in Knetzgau feierte Geburtstag. Seit fünf Jahren gibt es die Einrichtung inzwischen. Das bürgerschaftliche Engagement hat sich in diesem Zeitraum bestens bewährt. Dies ist Grund für die Gemeinde, einen Rückblick zu halten und mit einer Reihe von Veranstaltungen zu feiern.
Am 12. Januar 2011 wurde das Bündnis mit einen kleiner Feierstunde aus der Taufe gehoben. Bürgermeister Stefan Paulus (CWG/SPD) gehörte zu den Initiatoren und hat die Schirmherrschaft für das Bündnis übernommen, das mit 40 Bürgern startete. Das Thema "demografischer Wandel" war mit ausschlaggebend für die Gründung. Aus der Sichtweise der Ehrenamtlichen und der Gemeindevertretung standen die Verbesserung der Familien- und Seniorenfreundlichkeit sowie ein generationsübergreifender Dialog im Vordergrund. Zudem sollte der Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft gestärkt werden.
Von Anfang an dabei ist Doro Krieger. "Es macht viel Freude, mitzuarbeiten", berichtete sie. Ideen einbringen und verwirklichen, das war und ist ihr Ziel. Auch wenn es nicht immer rundläuft: "Manchmal ist es zäh, weil mehr Leute mitmachen könnten." Dennoch ist Krieger zuversichtlich: "Gut Ding will Weile haben." Als positiven Aspekt kehrt sie den Anschluss des Asylkreises an das Bündnis heraus. Denn jeder Bürger kann ein Projekt, das für ihn wichtig ist, als Mitstreiter begleiten. Gudrun Jäger vom Freundeskreis Asyl hilft gerne mit, um die Flüchtlingskrise zu bewältigen, wie sie berichtete. Sie hat eine Hauspatenschaft für die Asylbewerber übernommen.


Minister vor Ort

Hatten sich beim ersten Planungstreffen spontan drei Arbeitskreise "Ehrenamtsbörse", "Treffpunkt für Jung und Alt" und "Veranstaltungen für Familien" gebildet, sollten weitere Arbeitskreise folgen. Einer der ersten Erfolge war der Besuch vom bayerischen Innenminister Joachim Hermann, der Ende 2011 nach Knetzgau kam. Die Visite des Ministers sollte der Türöffner für die Städtebauförderung werden, von der Knetzgau heute profitiert.
Das Knetzgauer Bündnis ist weit über die Landkreisgrenze hinaus als Vorbild angesehen, bemerkt Bürgermeister Paulus stolz. Eines der Vorzeigeprojekte sei der "offene Treff" in Westheim. Hier hätten Bürger bewiesen, was man mit Eigeninitiative auf die Beine stellen kann. "Defizite abzustellen hat jeder selbst in der Hand", wie Paulus sagte. Bei der Gemeinde würde man jedenfalls immer auf ein offenes Ohr für Eigeninitiative stoßen.
Das Jahr 2015 war ein sehr aktives Jahr für das Bündnis. Nicht nur der Freundeskreis Asyl hat sich unter dem Dach des Bündnisses gebildet, es wurde zudem ein Männertreff ins Leben gerufen und ein Bürger-Café im alten Rathaus in Knetzgau eingerichtet. Koordinator für das Bündnis ist Thomas Zettelmeier. Er ist seit September 2012 mit im Boot.
Sein Wunsch ist es, dass sich möglichst viele Bürger von der Vision anstecken lassen, sich im Gemeindebereich einzubringen.
"Die Bürger haben es selbst in der Hand, ihre Dorfgemeinschaft lebenswert zu machen", sagte Zettelmeier. Jeder kann seine Fertig- und Fähigkeiten zeitlich unabhängig einbringen. So werden weiterhin Mitstreiter gesucht, die ihre Ideen ins Bündnis einbringen. cr