Der SCR Steinbach am Wald hat den Klassenerhalt in der Kreisklasse 4 schon fast in der Tasche. Den letzten Schritt kann der Aufsteiger am Wochenende gegen den SV Reitsch machen, der nach der Niederlage gegen Rothenkirchen wieder auf den Relegationsrang gerutscht ist. Nach zum Teil haarsträubenden Vorstellungen hat nämlich der FC Unter-/Oberrodach mit dem 1:1 beim SV Gifting wieder ein Lebenszeichen von sich gegeben und muss gegen den TSV Gundelsdorf nachlegen.

Für den FC Burggrub kann nach diesem Wochenende bereits alles vorbei sein - eine Niederlage gegen Gifting und der Abstieg ist besiegelt.

Die Rettung vor den Augen hat hingegen die SG Kleintettau II/Buchbach. Mit dem 2:1 in Burggrub gelangen in der Vorwoche wichtige drei Punkte, doch jetzt erwartete man die derzeit formstarken Wackeraner aus Haig. Zwar werden die Akteure der Spielgemeinschaft nur den Klassenerhalt im Blick haben, ganz nebenbei können sie jedoch den TSV Steinberg zur Meisterschaft verhelfen.

Gelingt der SG ein Punktgewinn gegen Haig, muss Steinberg nur noch das Derby beim TSV Wilhelmsthal gewinnen, um den Titel zu holen.

Dagegen haben die Wilhelmsthaler jedoch etwas einzuwenden. Besonders Kapitän Philipp Montag, dessen Mannschaft jedoch von Verletzungspech geplagt ist.

Herr Montag, Top oder Flop - in dieser Saison wechselte der TSV Wilhelmsthal oft zwischen einer starken Serie in eine schwache. Warum sind Sie so unbeständig?

Philipp Montag: Wenn ich das so genau wüsste... Wenn die Maschinerie TSV Wilhelmsthal ins Rollen kommt, kann sie auch für Titelaspiranten gefährlich werden. Wenn es aber nicht läuft, neigen wir dazu, uns abschießen zu lassen. Das darf natürlich so nicht passieren. In den meisten Fällen ist es eine reine Kopfsache, wenn wir voll konzentriert auftreten und zu hundert Prozent bei der Sache sind, nehmen wir in der Regel auch was mit. Geraten wir in Rückstand, gehen bei vielen Spielern die Köpfe nach unten. Letztendlich bin ich jedoch mit der Saison im Großen und Ganzen zufrieden.

Trotzdem haben Sie den Klassenerhalt problemlos geschafft. Was ist in der nächsten Saison möglich?

Eine schwierige Frage. Ziel ist es in erster Linie, die Jugendspieler, die mit großem Potenzial in den Seniorenbereich kommen und gekommen sind, und ihre Qualitäten zu integrieren. Für die weitere Planung und Entwicklung ist vor allem unser Trainer zuständig, der sicherlich weiterhin so akribisch arbeitet wie bisher. Jetzt schon eine Prognose für die nächste Saison auszuweisen, ist relativ schwierig.

Am Wochenende können Sie Ihren Steinberger Nachbarn ärgern und den Meisterkampf vielleicht noch einmal spannend machen.

Leider sind wir im Moment vom Verletzungspech getroffen und zahlreiche Stammkräfte fehlen im letzten Derby der Saison. Ziel ist es wohl, gegen die konstanteste Mannschaft der Kreisklasse defensiv gut geordnet zu stehen. Ob wir etwas Zählbares mitnehmen können, hängt von der Tagesform ab - vielleicht erwischen wir ja den besseren Tag.

Welche beiden Mannschaften belegen am Ende die ersten beiden Plätze?

Ich denke, dass der TSV Steinberg direkt aufsteigen wird, weil er einfach am konstantesten war und keine Schwächephase hatte. Spannend bleibt der Kampf um Platz 2. Hier wird wohl die Entscheidung am letzten Spieltag zwischen dem SV Gifting und Wacker Haig fallen. Sie spielen beide eine hervorragende Rückrunde und hätten es beide verdient. Falls der TSV Neukenroth den Härtetest am kommenden Spieltag gegen Rothenkirchen entscheidet - Mein Tipp: 2:1 für Neukenroth - , sind sie natürlich auch noch nicht abzuschreiben. Es bleibt auf jeden Fall spannend. Die Fragen stellte Dominic Buckreus.