Die CSU-Ortsverbände der Gemeinde Steinbach am Wald wollen ihre Mehrheit bei den Kommunalwahlen im März 2020 im kommunalen Gremium verteidigen. Am Sonntagabend fand im Kehlbacher Dorfhaus die Nominierungsveranstaltung der Gemeinderatskandidaten statt. Eine Bürgermeisterwahl steht in Steinbach am Wald nicht an, da Klaus Löffler im Jahre 2016 zum Landrat gewählt wurde und deshalb im März 2017 Bürgermeisterwahlen stattfanden.

Bürgermeister Thomas Löffler sprach von einem Durchschnittsalter der CSU-Gemeinderatskandidaten von 44,5 Jahren. Der jüngste Bewerber Hubert Neubauer ist gerade mal 21 Jahre, die älteste Kandidatin ist mit 64 Jahren die Zweite Bürgermeisterin Monika Barnickel. Sieben von insgesamt 16 Bewerbern haben bereits ein Mandat inne und wollen sich weitere sechs Jahre für ihre Heimat engagieren.

Sechs Frauen auf der Liste

Erfreut ist der Bürgermeister, dass auch sechs Frauen ins Gemeindeparlament einziehen wollen beziehungsweise ihr Mandat verteidigen möchten. Für Thomas Löffler ist es ein optimaler Mix aus erfahrenen und neuen Kandidaten. Letztere werden auch frische Ideen ins Gremium einbringen, ist er überzeugt. In seiner Rede ging der Bürgermeister auf die letzten Jahre ein. Er erwähnte die Schaffung von Begegnungsstätten wie das am Freitag eingeweihte Dorfhaus, das Freizeit- und Tourismuszentrum und das Mehrgenerationenhaus.

Landrat Klaus Löffler (CSU) sprach von einer tollen Entwicklung in seiner Heimatgemeinde. Als er 2002 seine Amtszeit als Bürgermeister von Steinbach am Wald startete, hatte die Gemeinde mit sieben Millionen Euro an Schulden und einem Investitionsstau in Höhe von 40 Millionen Euro zu kämpfen.

Damals habe man sich im Gremium Gedanken über die künftige Ausrichtung der Kommune gemacht. Man wollte Anreize schaffen für Investitionen. Sein Dank galt den Unternehmern und dem Handwerk, die in den letzten Jahren investiert haben. Allein die Wiegand-Glas-Unternehmensgruppe habe rund 300 Millionen Euro in den Standort Steinbach investiert.

Zum 31. Dezember 2019 wird der Schuldenstand bei 1,1 Millionen Euro liegen. Somit habe Steinbach die zweitniedrigste Pro-Kopf-Verschuldung im Landkreis. Diese Erfolge seien vor allem dem Engagement der CSU-Fraktion zu verdanken.

"Das, was geht, und das Miteinander - das muss das Fundament der CSU in Steinbach sein!" Er verglich ein Gremium beziehungsweise eine Fraktion mit einem Fußballspiel, in dem verschiedene Player diverse Aufgaben übernehmen. Dabei habe der Bürgermeister eine Art Trainerfunktion inne. Eitelkeiten sollten auf dem Platz und in einem Gremium keine Chance haben. Ein Gremium sollte eine schlagkräftige Mannschaft bilden, die sich gemeinsam für Ziele einsetzt. Indem man es gut miteinander könne, quer denke und Nischen besetze, könne erfolgreiche Arbeit geleistet werden. Der Landrat forderte die CSU-Gemeinderatskandidaten auf, im Sinne der Werte der Christlich Sozialen Union sich für ihre Gemeinde einzusetzen.

Folgende CSU-Mitglieder bewerben sich bei den Kommunalwahlen im März 2020 für einen Sitz im Gemeinderat: 1. Monika Barnickel (Buchbach), 2. Markus Löffler (Hirschfeld), 3. Hubert Neubauer (Steinbach), 4. Christina Neubauer (Windheim), 5. Anke Weiß (Steinbach), 6. Daniel Schneider (Windheim), 7. Tobias Wicklein (Hirschfeld), 8. Thomas Löffler (Buchbach), 9. Jochen Dietrich (Windheim), 10. Stefanie Neubauer (Hirschfeld), 11. Markus Schulz (Steinbach), 12. Rüdiger Fröba (Buchbach), 13. Angela Wiegand (Steinbach), 14. Sebastian Keim (Buchbach), 15 Sibylla Broy (Hirschfeld), 16. Manfred Fehn (Windheim). vs