Bernhard Panzer Internet muss schnell gehen. Und es braucht eine hohe Bandbreite. Glasfaser erfüllt beides und ist vor allem schnell. Fast mit Lichtgeschwindigkeit schießen die Daten voran. Glasfaser-Technologie gilt als das Medium, das die Ansprüche der Zukunft erfüllen kann.

Es muss schnell gehen, meinen auch die CSU-Stadträte Bernhard Schwab, Walter Drebinger und Konrad Körner und richten sich mit einem Antrag an die Stadt. Schnell muss es ihrer Ansicht nach vor allem mit der Umsetzung eines Glasfasernetzes in Herzogenaurach gehen. Jedenfalls schneller als vorgesehen.

Herzo Media "König am Markt"

In ihrer jüngsten Klausurtagung in Hirschaid haben sich die Mitglieder der Fraktion schon mit dem Thema Digitalisierung auseinandergesetzt. Zurzeit wird der Haushalt für 2019 beraten und das ist ein Grund, einen Antrag zu stellen. Denn der flächendeckende Ausbau eines Glasfasernetzes kostet Geld. Zwei Millionen Euro jährlich sollte es der Stadt aber wert sein, meint die CSU. Genau diesen Betrag nämlich sollte die Herzo Media GmbH zunächst als jährlichen Zuschuss bekommen, meinen die Antragsteller. Als Zeitraum werden die nächsten fünf bis sechs Jahre angenommen. Bis dahin sollte das Stadtgebiet flächendeckend versorgt sein.

"Wir müssen uns ein Ziel setzen", sagte Fraktionschef Bernhard Schwab im Pressegespräch. Wenn man bis 2025 das Stadtgebiet versorgen könne, dann bedeute das gleichzeitig auch eine Stärkung der Herzo Media als städtische Tochter. Das sieht auch Konrad Körner so: "Die Herzo Media soll der König am Markt sein." Deshalb fordert die CSU jetzt einen Ausbauplan, der konkret über die nächsten Jahre festlegt, welche Straßen jährlich ausgebaut werden.

Würde man warten, bis die Gesellschaft diesen Ausbau allein mit dem eigenen Gewinn finanziert, würde das bestimmt 30 Jahre dauern, ergänzte Walter Drebinger, der auch Aufsichtsrat der Herzo Media ist. Und zehn bis 20 Jahre wären es auf jeden Fall, wenn die Stadt jetzt nicht den geforderten Zuschuss für zusätzliche Investitionen gewährt, heißt es in dem Antrag. Bisher arbeite die Stadt punktuell. Zuletzt sei der Inaring versorgt worden und 2019 stehe der Bereich Lessingstraße an. Das ist der CSU zu wenig, sie will "lieber gleich an g'scheiten Plan", wie es Körner formulierte. "Wir müssen zuschießen", fordert Drebinger.

Freilich habe die Stadt durchaus ein funktionierendes Netz, die vorhandenen HFC-Leitungen reichen derzeit aus. Und wenn man ab 2019 sogar 200 Megabit zur Verfügung habe, sei das schon sehr viel. Das räumt Körner gerne ein. Doch das sei nur eine Momentaufnahme. Man müsse in die Zukunft denken, denn irgendwann sei das Ende des Systems erreicht. Technische Standards und Ansprüche ändern sich schnell, wie in dem Antrag erläutert wird. Und: "Die Glasfaser ist das einzige Medium, das die Ansprüche der Zukunft sicher erfüllen kann."

Finanzlage weiter gut

Im Moment laufen die Haushaltsdebatten im Haupt- und Finanzausschuss hinter verschlossenen Türen. Im Januar wird dann traditionsgemäß der Stadtrat beschließen. Das Zahlenwerk für 2019 sei positiv, ließ sich die CSU entlocken, die finanzielle Lage der Stadt sei nach wie vor gut. Der Jahresabschluss für 2018 sei auch weit besser als zum Jahresbeginn veranschlagt.