Über 50 Interessierte kamen, um sich über das vom Stadtrat mehrheitlich beschlossene Baulandmodell Ebermannstadt zu informieren. Der CSU-Ortsverband sieht es laut Pressemitteilung als seine Pflicht an, die Bürger über das zu informieren, was durch den Stadtratsbeschluss auf sie zukommt.
Der Grund waren Fragebögen, die vom Rathaus an die Bürger versandt wurden, die entweder baureife Grundstücke ihr Eigen nennen oder Grundstücke im Bauerwartungsland "Debert II und III" besitzen. Altstadtrat Hubert Herbst informierte über das Entwicklungsgutachten Isek. Er zeigte auf, dass Grundstücke aus dem Flächennutzungsplan herausgenommen werden können, sollten sich die Eigentümer nicht bereiterklären, die Hälfte ihrer Flächen zu einem noch festzusetzenden Preis an die Stadt abzutreten. Außerdem müssen Bauplatzbesitzer befürchten, dass die Stadt von einer Regelung im Baugesetzbuch Gebrauch macht, dass diese verpflichtet werden, innerhalb von fünf Jahren zu bauen oder zu verkaufen. Genau das Gleiche sieht auch das Ebermannstadter Baulandmodell vor. Nimmt man auch noch die Abzüge für zu erbringende Ausgleichsflächen vor, verbleiben dem jeweiligen Eigentümer höchstens ein Drittel seiner Fläche, die innerhalb von fünf Jahren von ihm selbst zu bebauen ist, oder er hat sie zu verkaufen. Für ein Zurückhalten für die Kinder verbleibt bei diesem Modell kaum Raum.
In der ausgiebigen Diskussion wurde viel Unmut über dieses Vorgehen geäußert, zumal in den Nachbargemeinden nur nach den gesetzlich vorgeschriebenen Baulandumlegungen verfahren werde. Kritisiert wird weiter, dass durch diese Maßnahmen kurzfristig kein Bauland für die großen Nachfragen bereitgestellt werden kann.
Nachdem viele Unklarheiten blieben, legte die Versammlung fest: Die Bürgermeisterin wird gebeten, eine zeitnahe öffentliche Abendveranstaltung abzuhalten, um das Baulandmodell zu erläutern. Außerdem soll eine auch für Laien verständliche Konkretisierung des Grundsatzbeschlusses erfolgen. red