"Gute Fußballvereine füllen Stadien, gute Parteien füllen Wirtshäuser", stellte der Haiger CSU-Ortsvorsitzende Stefan Beetz im Gasthof Detsch mit Freude angesichts der vielen anwesenden Mitglieder und Interessierten fest. Mit der Nominierung der Kandidaten habe man einen wichtigen Meilenstein für die Kommunalwahl im März erreicht.

Zweiter Bürgermeister Siegfried Weißerth blickte zunächst auf die schwierige Ausgangslage bei der Kandidatensuche zurück. Denn mit ihm, Sylvia Weißbach und Stefan Beetz treten drei etablierte CSU-Gemeinderäte nicht mehr an, die mit hohen Stimmenanteilen einen großen Beitrag zum guten Ergebnis der letzten Wahlen beitrugen.

Mit großer Zufriedenheit betrachte er nun jedoch die Kandidatenliste, auf der alle Ortsteile mit sehr guten und engagierten Persönlichkeiten vertreten seien. Natürlich hätte er in Burggrub, Haig, Haßlach und Reitsch auch gerne jeweils einen zweiten Bewerber gesehen, da sich die Liste mit elf Stockheimern mitunter doch etwas zu sehr auf den Hauptort konzentriere: "Etwas mehr Parität zwischen den Ortsteilen wäre zwar wünschenswert gewesen, dennoch verfügen wir über ein erstklassiges, breites Kandidatenspektrum, das alle Bevölkerungsschichten abdeckt."

Weißerths außerordentlicher Dank galt insbesondere den drei parteilosen Frauen, die sich auf der CSU-Liste für die Gemeinde Stockheim einsetzen wollen. Es sei gelungen, Frauen und junge Kandidaten im Vorderfeld zu platzieren und gleichzeitig auch den traditionellen Ortsteilinteressen gerecht zu werden.

Die Kandidatenvorstellung eröffnete Gemeinderat und Listenführer Daniel Weißerth, der das gute parteiübergreifende Miteinander im Gemeindegremium hervorhob und Stockheims Zukunft weiter aktiv mitgestalten möchte. Dirk Raupach erläuterte die Beweggründe für seinen Fraktionswechsel von der SPD zur CSU. Er freue sich, dass er für die CSU ins Rennen gehen dürfe und wünsche sich einen ehrlichen und offenen Umgang miteinander. Dem konnte Christof Daum, der ein starkes politisches Statement ablieferte, nur beipflichten: "Mit etwas zwischenmenschlichem Wohlwollen kann man im Kleinen vor Ort das erreichen, was im Großen nicht möglich ist." In seinem Ausblick auf die Zukunft hob Siegfried Weißerth explizit die Verdienste von Altbürgermeister Albert Rubel hervor. Er habe in seiner Amtszeit, als Zuschüsse noch nicht mit der Gießkanne verteilt worden seien, mehr als vorbildlich gewirtschaftet. Das zeige sich in einer rekordverdächtig niedrigen Pro-Kopf-Verschuldung, die dem neuen Gemeinderat viel Spielraum gebe. Den 20 Gemeinderatsaspiranten gab er ein Erfolgsrezept mit auf den Weg: "Wenn ihr eure Interessen gemäß dem Gemeindemotto gemeinschaftlich und ortsteilübergreifend vertretet, werdet ihr ein gutes Ergebnis für die CSU ernten". wei