Die Demonstration gegen die AfD-Kundgebung am vergangenen Mittwoch hat einen Nachhall. So entrüstet sich Udo Schönfelder, CSU-Fraktionssprecher und Koordinator des Bündnisses gegen Extremismus jeglicher Art (BügEx), über einen Kommentar des SPD Ortsvorsitzenden Michael Hartmann auf der Facebook-Seite der Jungen Union. Darin habe Hartmann der JU unterstellt, sie habe der AfD "gelauscht". In einem Schreiben an die "werten Genossinnen und Genossen" verwahrt sich Schönfelder gegen diese Unterstellung. Dies sei "sowohl unzutreffend als auch unverschämt."
Bereits vor etlichen Monaten habe er sich mit Karl Waldmann (Grüne Liste) die Hand darauf gegeben, hinsichtlich möglicher Aktivitäten der AfD gemeinsam, Schulter an Schulter tätig zu sein. Ähnliches habe man später dann mit weiteren lokalen Fraktionen und Parteien vereinbart - und auch beide Bündnisse, Bunt statt braun und BügEx seien in diesem Sinne tätig gewesen. Für letzten Mittwoch habe "BügEx" eine eigenständige Veranstaltung bei der Genehmigungsbehörde beantragt. Wie vom Oberbürgermeister ausdrücklich erbeten habe man festgelegt, "dass unsere Gegendemo ruhig, störungsfrei und ohne Pfeifkonzert gestaltet werden soll. Und wir hielten uns daran, andere nicht", stellt Schönfelder fest. "Nun zu unterstellen, wir hätten der AfD gelauscht ist sowohl unzutreffend als auch unverschämt." Der CSU-Fraktionsvorsitzende erinnert daran, dass ein Gruppenfoto am Marktplatz mit allen Kollegen, die ihre Ablehnung der AfD zum Ausdruck brachten, ein Bild mit sehr deutlicher Symbolik sei! Wichtig sei ihm ein konsequenter aber auch zivilisierter bürgerlicher Protest hinsichtlich extremer Auswüchse jeglicher Art. "Krawall, Pfeifkonzerte, Böllerwerfen etc. sind ausdrücklich nicht unsere Stilmittel",stellt Schönfelder klar.
Abschließend stellt er fest: "Hier haben wir mal ein Thema, bei welchem wir alle fraktions- und parteiübergreifend kooperieren könnten und sollten, also lasst uns das tun. Wir sind uns doch einig: möglichst keine AfD in Stadtrat und Kreistag Forchheim." red