Am Anfang ging es nur um den Zustand des Fußballplatzes in der stadteigenen Dr.-Stocke-Anlage an der Wiesenstraße: Der Rasenplatz war zuletzt wegen Regenwurmbefall unbespielbar. Die Fraktion der Christilich-sozialen Bürger (CSB) im Stadtrat hat deshalb beantragt, Geld für die Sanierung des Rasens und den Bau eines neuen Umkleidehauses bereitzustellen. Diesen Antrag hat Jürgen Heeb kritisiert, Vorsitzender des Sportverbands Coburg und selbst Stadtratsmitglied (Wählervereinigung Pro Coburg, WPC): Die Sanierung des Fußballplatzes diene im Wesentlichen einem Verein, der keine eigenen Sportstätten unterhalten müsse, während die Vereine mit eigenen Plätzen ihre Probleme selbst lösen müssten.
Darauf antwortet die CSB-Fraktion nun in einer Pressemitteilung, die Vorsitzender Christian Müller versandte: "Leider hat der Sportlobbyist Jürgen Heeb nicht verstanden, worum es beim Antrag der Christlich-Sozialen Bürger (CSB) zur Dr.-Stocke-Anlage geht. Die Stadt Coburg ist Eigentümerin einer unter hohem Finanzaufwand teilrenovierten Sportanlage, welche zuvörderst den Zwecken des Schulsportes dient und daneben städtischen Sportvereinen zur Nutzung überlassen wird. Es gehört zu den Pflichten eines Eigentümers, seinen Naturrasen- und Kunstrasenplatz laufend ordnungsgemäß zu pflegen, damit die geschaffenen Werte erhalten bleiben. Weiterhin gehört zu den Pflichten der Stadt Coburg als Betreiberin der Schulsportanlage, zeitgemäße Umkleidemöglichkeiten und sanitäre Verhältnisse zu schaffen. Wenn dies in der Vergangenheit aus Einsparungsgründen unterblieben ist, ist es jetzt an der Zeit, dies nachzuholen.
Der ordnungsgemäße Umgang mit dem Eigentum hat nichts mit der Bevorzugung einzelner Vereine zu tun. Es ist traurig, dass es eines Hilferufes eines nutzenden Sportvereins bedarf, bis sich die Verwaltung überhaupt des Problems annimmt. Insbesondere das städtische Sportamt und dessen Leiter, aber auch das Grünflächenamt sind gefordert. Die Wortmeldung von Jürgen Heeb verwundert umso mehr, als der Sportverband Coburg dem Sportbeirat angehört, zu dessen Pflichten auch die Begleitung der Arbeit des städtischen Sportamtes gehört, die bei Bedarf kritisch sein kann und muss. Anstatt als Vorsitzender des Sportverbandes Coburg über angebliche Bevorzugung einzelner Vereine zu schwadronieren, sollte dessen Vorsitzender eigentlich dankbar dafür sein, dass sich andere Stadtratsmitglieder darum kümmern, städtische Sportanlagen funktionsfähig zu halten." red