Eine Projektwoche zu dem Themenkomplex "Gesundheit und Nachhaltigkeit" hat in Creidlitz stattgefunden. Es begann damit, dass die Schüler der Grundschule mit einem Gelben Sack und dem Auftrag, über das Wochenende ihren anfallenden Plastikmüll zu sammeln, ins Wochenende geschickt wurden. Der beeindruckende Müllberg am darauffolgenden Montag ließ die Kinder schnell begreifen, dass die folgenden Unterrichtstage etwas mit dem Thema "Müllvermeidung" zu tun haben werden.

Schnell brachten die Kinder Vorschläge, wie man Verpackungen nachhaltig ersetzen könnte. Viele hielten ihre Tetrapacks in die Luft und schlugen vor, stattdessen Flaschen zu nehmen. Mit einigen Ideen, wie sie ihre Eltern zu einem verpackungsbewussten Einkaufen "anstacheln" könnten, machten sie sich daran, einige Verpackungen in Kunstobjekte umzuwandeln. In einem Klassenzimmer wurden aus Spülmittelflaschen Garderobenhalterungen gezaubert, in einem anderen fanden PET-Flaschen eine neue Aufgabe als süße Sparschweine. Zuletzt gab es noch die Möglichkeit, aus den zahlreichen Tetrapacks heimelig beleuchtete Teelichthäuser zu gestalten.

Am Dienstag konnten die Kinder sich zu "Stationen des Regenwaldes" in der Turnhalle austoben und erfuhren, wie wichtig der Regenwald einerseits und wie gefährdet er andererseits durch den hohen Ausstoß an Treibhausgasen ist.

Am folgenden Schultag wartete ein weiteres Highlight auf die Creidlitzer Kinder. Eine nachhaltig bewirtschaftete Streuobstwiese in Untersiemau wurde besucht und spannend erklärt. Besonders gut kam die Verkostung des Apfelsafts aus dem Kelterhaus an.

Nun blieben noch zwei Tage im Zeichen der Nachhaltigkeit. Am Donnerstag leitete eine Mitarbeiterin des Ruheraums Coburg die Schüler dazu an, durch Bewegungs- und Entspannungsübungen etwas für ihre eigene Gesundheit und somit für ein nachhaltiges Leben zu machen. Um den Kindern nicht nur in Theorie, sondern auch in schmackhafter Praxis näherzubringen, was gesunde Ernährung ist, gestalteten die Lehrerinnen mit tatkräftiger Unterstützung ein gesundes Frühstück. Zur Auswahl standen ein frisch zubereitetes Müsli, Dinkelwaffeln mit Apfelmus oder Vollkorn-Gemüseschnitten. Bei dem Kauf der Produkte war das Kollegium sehr bemüht, nur lokale, biologische und möglichst wenig verpackte Lebensmittel zu kaufen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Das Resümee zeigte, dass die Schüler ihr Bewusstsein für Natur und Umwelt schärfen konnten. "Ich möchte versuchen, dass wir weniger verpackte Wurst und Käse kaufen, stattdessen nehmen wir eine Dose zur Fleischtheke mit", sagte ein Kind. "Ich habe gelernt, dass gerade Tetrapacks schwierig zu recyceln sind und eigentlich echt leicht durch Glasflaschen ersetzt werden können", sagte ein anderes. Weitere Statements waren: "Es war interessant zu lernen, was Nachhaltigkeit bedeutet." Ein Kind hatte sogar eine gute Definition parat: "Nachhaltigkeit ist, wenn etwas nachher noch hält. Also wenn die Natur später auch noch so schön ist wie jetzt." Aussagen wie diese und die strahlenden Kinderaugen zeigten, dass die Schüler die Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit genossen und das Ganze für die Grundschule Creidlitz ein Erfolg war. red