Christoph Paschold aus Untersiemau hat mit einem Notendurchschnitt von 1,07 als Bester die Landwirtschaftsschule abgeschlossen. Nun gab es Zeugnisse für 16 Absolventen.
Der landwirtschaftliche Betrieb Steiner, ein Aussiedlerhof zwischen Groß- und Kleinwalbur, will in naher Zukunft auf Bio umstellen. In seiner Hausarbeit hat André Steiner, Absolvent der Landwirtschaftsschule Coburg, dieses Szenario theoretisch schon mal durchgespielt. Motivation dafür, sagt er, seien ein wachsender Markt für Bio-Produkte und ein umweltfreundlicheres Image. Viel investieren müssten die Steiners nicht, erst 2009 war der Milchviehstall neu gebaut worden. Ein Auslauf müsste angebaut werden, der Jungviehstall soll Strohbucht- und Wandliegeboxen erhalten. Man will weg von der Anbindehaltung. Rund 190 000 Euro würde das Projekt kosten und in der zweijährigen Umstellungszeit auch einen niedrigeren Gewinn einbringen.
Aber dann hat André Steiner eine Gewinnsteigerung zum Ist-Betrieb um jährlich 24 000 Euro ausgerechnet - freilich bei Einbeziehung der Prämien von der EU. Auch Christoph Paschold hat die Zukunft des elterlichen Hofs in Untersiemau in seiner Hausarbeit schon durchgespielt. Der Schweinehaltungsbetrieb soll expandieren. Fiktion oder realistische Perspektive - das wird sich zeigen.
Die Absolventen sind auf jeden Fall hochmotiviert und hervorragend qualifiziert, mit der Option auf die Meisterprüfung oder auch die höhere Landbauschule.
Nach einer etwas längeren Anlaufphase haben die Studierenden mit dem Semesterdurchschnitt von 2,61 und mit sechs Absolventen besser als 1,8 doch noch ein bravouröses Ergebnis hingelegt. Das würdigte Hans Vetter, Leitender Landwirtschaftsdirektor, bei der Zeugnisübergabe.
Die drei besten Absolventen sind Christoph Paschold (1,07), André Steiner (1,28) und Daniel Paschold (1,35). Sie erhielten Stipendien für die Weiterführung der Ausbildung. gb