Thomas Dehler hat die Geschichte der jungen BRD maßgeblich geprägt. Der Oberfranke wurde der erste Bundesjustizminister der jungen Republik. Zuvor war er bereits Präsident des Oberlandesgerichts Bamberg. Seine streitbaren Auseinandersetzungen mit Konrad Adenauer machten ihn ebenso bekannt wie seine Radiobeiträge über seine Heimat, die als Broschüre "Lob auf Franken" erschienen. Thomas Dehler starb am 21. Juli 1967 in Streitberg.
Zum 50. Todestag von Thomas Dehler lädt die Thomas-Dehler-Stiftung am kommenden Samstag um 11 Uhr zu einer Gedenkfeier ins E.T.A.-Hoffmann-Theater ein. Christian Lindner, Bundesvorsitzender der Freien Demokraten, wird den großen Staatsmann würdigen. Weitere Redner sind Thomas Hacker, Präsident der Thomas-Dehler-Stiftung, und Christian Lange, Zweiter Bürgermeister (CSU).
Im Anschluss an die Veranstaltung gibt es einen Empfang. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist erforderlich unter www.thomas-dehler-stiftung.de, muenchen@freiheit.org, oder Tel. 089/183184.
1926 hatte sich der gebürtige Lichtenfelser Dehler als Rechtsanwalt in Bamberg niedergelassen. Er heiratete Irma Frank, eine Halbjüdin, was ihm den Hass der Nazis zuzog, da er auch noch als Rechtsvertreter jüdischer und oppositioneller Mitbürger auftrat. Dehler verweigerte den Hitlergruß, was einen Strafbefehl nach sich zog. In Opposition gegen den aufkommenden Nationalsozialismus wurde er zur Wehrmacht eingezogen und kehrte nach der Befreiung durch die US-Armee im Mai 1945 nach Bamberg zurück. red