Am Aschermittwoch ließen sich in den katholischen Pfarrkirchen in Herzogenaurach die Gläubigen als Zeichen der Buße nach der Fastnacht ein Aschekreuz auf die Stirn zeichnen. Begleitet von sieben Ministranten zelebrierten Kaplan Pater Moison Michael und Pfarrvikar Pater Ashok Antony Mathew den Gottesdienst.

Mit Aschermittwoch beginnt die 40-tägige Fastenzeit bis Ostern, bei der die fünf Fastensonntage und der Palmsonntag von der Zählung ausgenommen sind. Am Vormittag waren zahlreiche Gläubige zu einer Messfeier in die Stadtpfarrkirche gekommen. Die Asche wird aus den Palmzweigen des vergangenen Jahres gewonnen, die üblicherweise durch die Mesner am Faschingsdienstag verbrannt werden. Nach dem Erkalten des Ofens muss die Asche nur noch gesiebt werden, um dann am darauffolgenden Tag zum "Äschern", wie die Herzogenauracher zu sagen pflegen, Verwendung finden zu können.

Die so vorbereitete Asche wurde im Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche St. Maria Magdalena gesegnet, bevor die beiden Geistlichen den Gläubigen das Aschekreuz auf die Stirn zeichneten. Mit den Worten "Kehr um und vertrau auf das Evangelium Christi!", erinnerten beide jeden einzelnen an die Zeit der Buße und Umkehr.

Das Leben neu ausrichten

Beide riefen in der Begrüßung und in der Predigt die Gläubigen dazu auf, ihr Leben von Gott neu ausrichten zu lassen. Für manche sei die Fastenzeit eine willkommene Zeit, um Dissonanzen ihres christlichen Lebens auszugleichen. Es gelte, gegen vielfältige Versuchungen anzugehen. Manche seien sogar froh, dass der Fasching vorbei sei und wieder Normalität einkehrt. Denn diese 40 Tage seien herausgenommen aus dem Lauf des Jahres. "Nehmen wir die vorliegende Zeit, die uns Gott schenkt, an, um mit Gott zu leben!" Es sei außerdem wichtig, in der Bußzeit zu unterscheiden, was wichtig und was nicht so wichtig ist.