Bevor so ein Camp wie das Heilige-Länder-Zeltlager der Pfarrjugend Kirchlauter losgehen kann, müssen etliche Dinge geklärt werden.
Das fängt schon mit der Platzwahl an: Wo können die Zelte sicher aufgestellt werden? Wo ist Platz für die Versorgungszelte, wo für die Fahrzeuge, den Kühlwagen, den 5000-Liter-Wassertank, die Transportanhänger? Wasserkessel, Solarpanel, Dixi-Toiletten: Alles muss dort untergebracht werden. Außerdem bedarf es einer Ausweichfläche ohne Nähe zu Bäumen, falls mal ein Sturm aufzieht. Und: Für den Fall, dass das Zeltlager wegen der Wetterlage evakuiert werden muss, wird im jeweils nächstgelegenen Ort ein Notfallunterschlupf vorab gesucht.
Jeweils im April beginnen die Helfer, das Programm auf die Beine zu stellen (an jedem Camp-Tag finden Spiele zum Camp-Thema, Wanderungen, eine Dorfrallye oder Ausflüge statt), sie schreiben Pläne, klären Zuständigkeiten.


Viele Fragen zu klären

Auch steckt mittlerweile hoher bürokratischer Aufwand dahinter, sagt Organisator Achim Selig, wirft die Stirn in Falten und zieht die Schultern hoch: "Man braucht halt heutzutage 30 000 Genehmigungen." Ist das alles geklärt, müssen etliche Dinge bei den Eltern abgefragt werden: Hat ein Kind eine Allergie oder möglicherweise eine Krankheit und muss regelmäßig Medikamente nehmen? Ist das Kind Schwimmer oder Nichtschwimmer? Gibt es religiöse Vorschriften in Bezug auf die Essenseinnahme?
Für die Helfer und Betreuer geht es dann am Freitag vor dem Zeltlagerstart (Sonntag) mit dem Aufbau los. Sie bringen sämtliches Gepäck der Kinder vorab auf den Zeltplatz und errichten das große Lager. "Wir haben den Vorteil, dass wir quasi von jedem Beruf jemanden dabei haben", sagt Michael Tischner, einer der Hauptbetreuer. Küchenchefin Simone Reich zum Beispiel ist auch in ihrem Berufsleben Küchenchefin. Unter den Betreuern sind zudem Handwerker, Ingenieure, Juristen, Sozialpädagogen und Rettungssanitäter. Die Eltern können sich also darauf verlassen, dass ihre Kinder in guten Händen sind. al