Mit der aktuellen Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Kronach hat sich das IHK-Gremium Kronach in seiner letzten Sitzung befasst. So berichtete der Vorsitzende, IHK-Vizepräsident Hans Rebhan, von einer aufgehellten Stimmung bei den regionalen Unternehmen. Viele Unternehmen könnten sich mit ihren Produkten und Dienstleistungen gut auf den Märkten behaupten, was für den Standort Kronach eine gute Nachricht sei. Allerdings ist aus Rebhans Sicht nun die Staatsregierung aufgefordert, ihre Zusagen einzuhalten, um den Wirtschaftsraum Kronach stark und attraktiv zu halten. Als zentrales Zukunftsthema nannte Rebhan die Schaffung eines "Lucas-Cranach-Campus" in Kronach. Hier gebe es viele Gespräche und erste Konzepte, die nun mit den Vertretern der Staatsregierung diskutiert werden müssten. Eine richtige Entscheidung sei auch die Erstellung eines Strukturentwicklungskonzeptes durch den Landkreis Kronach. Hier würden zunächst Expertengespräche mit Persönlichkeiten unterschiedlicher Interessengruppen und Workshops durchgeführt, um ein breiteres Meinungsbild zu den Entwicklungsperspektiven des Landkreises einzuholen. "Wir Unternehmer haben dabei die Möglichkeit, unsere Themen direkt zu adressieren und so ins Konzept einfließen zu lassen. Diese Chance sollten wir nutzen, gerade wenn es um Wirtschaftsförderung und Tourismus geht", so Rebhan.

Intensivieren will das IHK-Gremium die Zusammenarbeit mit den Schulen. Rebhan: "Nahezu alle Schulen bieten künftig Berufsorientierung an, auch die Gymnasien. Hier werden wir das Gespräch mit den Verantwortlichen suchen und die Unterstützung der Wirtschaft anbieten, wenn es um Praktika, um Themen für Seminararbeiten oder eine konkrete Mitwirkung an Angeboten der Berufsorientierung geht."

Lob für "Schülerseminare"

Über die Aktivitäten des Campus Innovations Kultur (CIK) für innovative Existenzgründer informierte CIK-Geschäftsführer Thomas Kneitz. Das Projekt "eines Gründerzentrum für den hiesigen ländlichen Raum" sei erfolgreich gestartet. Zu unterschiedlichen Themen habe man "CIK-Gründertage" durchgeführt. Rainer Kober lobte das Konzept der "Schülerseminare". Schüler aus Mittel-, Realschulen sowie Gymnasien kommen alle 14 Tage zusammen, um unter Moderation des CIK unternehmerische Themen zu diskutieren. "Die Schüler lernen von Praktikern und können so wertvolle Erfahrungen für die eigene Zukunft sammeln", so Kober. red