Es ist seit geraumer Zeit der Wunsch von Eltern und Schülern: Die Bushaltestelle "Steineller" in Richtung Obersiemau soll sicherer werden. Auch eine Anregung des Arbeitskreises I "Ortsdurchfahrt" zielt darauf hin, die Gefahren an dieser Stelle zu minimieren. Diese Haltestelle wird täglich zwölf Mal von Omnibussen des öffentlichen Nahverkehrs angefahren. Für einen Umbau zur Erhöhung der Sicherheit seien im Haushalt der Gemeinde bereits 50 000 Euro eingeplant, informierte Bürgermeister Rolf Rosenbauer die Mitglieder des Ausschusses für Infrastruktur, Bauen und Umwelt (IBU) bei ihrer Zusammenkunft am Dienstag, als sie sich vor Ort umsahen.

Ingenieurbüro beauftragt

Momentan ist dort lediglich ein unbefestigter, zwei Meter breiter Randstreifen, bevor es eine stärkere Böschung hinabgeht. Ein Ingenieurbüro hat bereits den Auftrag erhalten, eine Entwurfsskizze zur Umgestaltung vorzulegen. Jürgen Kittner erläuterte, was geplant ist. So wird vorgeschlagen, auf einer Länge von zwölf Metern ein sogenanntes "Kasseler Bord", einen erhöhten Bürgersteig, anzulegen. Der Bereich dahinter soll zwei Meter breit gepflastert werden. Im westlichen Bereich schließt sich laut Planung eine Straßenquerungshilfe an, um gefahrlos auf den gegenüberliegenden Fußweg zu kommen.

Auch die Parkplatzsituation in diesem Bereich ist unbefriedigend. Aufgrund der guten Auslastung der anliegenden Physiotherapiepraxis sind die Parkplätze entsprechend knapp. Daher wird vorgeschlagen, auf der Straße fünf bis sechs Stellflächen einzuzeichnen. Eine weitere privatrechtliche Variante könnte sein, auf der westlich angrenzenden Grünfläche einen Parkbereich anzumieten, sagte Jürgen Kittner. Das Gremium stimmte den Vorschlägen zu. Die notwendigen Baumaßnahmen sollen so bald wie möglich umgesetzt werden.

Die unverbindlichen Gestaltungsvarianten für den entstehenden außerörtlichen Verkehrskreisplatz, dessen Inneres 31 Meter Durchmesser hat, wurden von der Hochschule Coburg im Juli vorgestellt. Bei der jetzigen Sitzung des Ausschusses IBU präsentierte das Ingenieurbüro drei weitere Vorschläge. Diese wurden als Diskussionsgrundlage erst mal vorgestellt und sollen dem Gemeinderat bei seiner der Sitzung in der nächsten Woche präsentiert werden. "Eines kann ich euch aber sagen", meinte Rosenbauer, "bis zur Fertigstellung werdet ihr euch noch etwas gedulden müssen. Bis dahin - ohne euch euere Illusionen rauben zu wollen - werdet ihr etwa zwei Jahre warten dürfen."

Die Pyramide versetzen?

Bei der Vorbesprechung der Planungsentwürfe kam eine weitere Gestaltungsmöglichkeit zur Sprache. Die Pyramide könnte doch in die Kreisinsel versetzt werden. Doch zu dieser Idee äußerte sich Martin Brandl, Referatsleiter Praktische Denkmalpflege, skeptisch. Die Idee hätte zwar einen gewissen Charme. Doch gegen die Versetzung der Stele würde schon aus historischen Gründen, aber auch geografischen Gesichtspunkten einiges sprechen. Eine Variante wäre, den Kreisverkehrsplatz in einer Symbolik mit dem "Hochzeits-Obelisken" zu verbinden. Abgesehen davon, sehe er eine baldige Sanierung des Denkmals an bisheriger Stelle für förderfähig, sagte Brandl.