Günther Klebes, bekannt als Eisenbahnexperte aus Erlangen, erhielt jüngst einen Anruf aus Herzogenaurach. Ein FT-Leser schilderte ihm eine Entdeckung, die er im Schweizer Riehen im dortigen Spielwarenmuseum gemacht hatte.
Auf Wunsch erhielt er dann von ihm ein Foto des Ausstellungsstückes. Es handelt sich um ein sogenanntes "Sandwerk in Pappe", eine Art Guckkästchen. Beim näheren Hinsehen erkennt man im unteren Rand die Beschriftung "Die Süd-Nord-Eisenbahn bei Erlangen". Klebes nahm Kontakt in die Schweiz auf und erhielt weitere Fotos.


Das Kürzel J. D.

Außerdem bekam er einen Hinweis auf ein Kürzel J. D. auf dem Exponat. Der Glaskasten ist mit einem Mechanismus ausgestattet, der gewisse Teile in Bewegung versetzen könnte (wohl den Zug). Der Antrieb funktionierte durch Sand auf dem Schaufelrad.


Forschergeist

Nun fing Klebes an, in der Region in Museen  zu forschen. Aus Nürnberg schließlich erhielt er einen präzisen Hinweis auf den Hersteller. Es war eine Firma Justus Dippold, die um 1850 dieses Stück gefertigt haben muss.
Der Burgbergtunnel war im Jahr 1844 eröffnet worden. red