"Wir verwalten uns zu Tode", stellte Vestenbergsgreuths Bürgermeister Helmut Lottes (CSU/UB) gegenüber dem FT fest. Denn in der jüngsten Gemeinderatssitzung galt es, in zwei Bauleitverfahren noch einmal zurückzurudern. Die Räte seien sehr erstaunt gewesen über die kleinmütige Auslegung des Landratsamtes, so Lottes.
Die Forderung des Landratsamtes betraf die Änderung des Flächennutzungsplans im Bereich Oberwinterbach/Unterwinterbach. Bereits Anfang Oktober hatte das Ratsgremium geglaubt, das Verfahren mit dem Feststellungsbeschluss beendet zu haben. Im Genehmigungsverfahren hatte das Landratsamt nun festgestellt, dass eine Flächenänderung im Bereich der Ergänzungssatzung Oberwinterbach in der Planung nicht "angepasst" wurde. Aufgrund des Versäumnisses musste in der Sitzung am Montag der Feststellungsbeschluss vom Oktober aufgehoben werden. Eine erneute Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange sei durchzuführen. Da die Planung nur "verkürzt", also 14 Tage, ausliegen muss, hofft Bürgermeister Lottes, dass es nun schnell geht. Denn auf den Abschluss der Planung wartet auch das neue Baugebiet "Weiherleite" in Unterwinterbach. Dafür laufen laut Lottes bereits die Vorbereitungen für die Ausschreibung der Erschließung. In Unterwinterbach will die Marktgemeinde acht neue Baugrundstücke ausweisen.


Stellungnahme nicht behandelt

Gleichfalls aufgehoben wurde der Feststellungsbeschluss zur Änderung des Flächennutzungsplans im Bereich Dutendorf, der in der Januarsitzung gefasst wurde. Durch die Änderung soll die Voraussetzung für die Errichtung eines Wohnhauses geschaffen und ein aufgelassener Weiher aufgeschüttet werden. In der VG hatte man festgestellt, dass die Stellungnahme des Bauernverbands nicht behandelt worden war. Obwohl vom Bauernverband keine Einwendungen vorlagen, wollte man einen Verfahrensfehler ausschließen und die Stellungnahme nachträglich behandeln. Dazu musste der Feststellungsbeschluss aufgehoben und nach Abwägung der Stellungnahme noch einmal gefasst werden. See