In seiner Begrüßung ging Erster Bürgermeister Johannes Maciejonczyk beim Neujahrsempfang der Gemeinde in der voll besetzten Steigerwaldhalle zunächst auf die Entwicklung Burgebrachs ein. So wurde der Markt Burgebrach kürzlich mit seinem größten Bevölkerungszuwachs als Wachstumsmotor im Landkreis Bamberg bezeichnet. Dabei werde in Burgebrach auch die Lebensqualität großgeschrieben.
Der Zuwachs mache sich in vielen Bereichen bemerkbar und fordere die Gemeinde. Bereits Ende 2018 soll die neue Kindertagesstätte St. Otto mit 123 Betreuungsplätzen eröffnet werden. Im Ortskern wird in Zusammenarbeit mit der Gewobau Bamberg eine neue Seniorentagespflegestätte gebaut. Ziel sei, dass es sich in jeder Altersgruppe in Burgebrach gut leben lässt.
Im Jahr 2018 werden Städtebauförderungsmaßnahmen im Ortskern Burgebrach durchgeführt werden. Dabei solle auch ein besonderes Augenmerk auf die Barrierefreiheit gelegt werden. Im ersten Bauabschnitt werde die Hauptstraße von der Brauerei Schwan bis zur Raiffeisenbank neu gestaltet. Ein neuer öffentlicher Aufenthaltsbereich ist im Pfarrgarten geplant. Bürgermeister Maciejonczyk zeigte sich in diesem Zusammenhang erfreut, dass neben vielen öffentlichen Maßnahmen auch Privateigentümer ihre Anwesen im Ortskern neu beleben, sanieren und herrichten.
Gleiche Priorität habe aber auch die Weiterentwicklung in den Ortsteilen. Neben vielen großen und kleinen Maßnahmen sollen bis 2020 alle noch fehlenden zwölf Gemeindeteile an die zentrale Wasserversorgung angeschlossen werden. Nach dem Appell ans Gemeinschaftsgefühl im Vorjahr wünschte Johannes Maciejonczyk in diesem Jahr bei allem Tun Gottvertrauen. Denn trotz aller Anstrengungen könne nicht alles selbst bestimmt werden.
Als Fan von Papst Franziskus outete sich Domkapitular Norbert Jung in seiner Festansprache zum neuen Jahr. "Den hat der Himmel geschickt", so Jung. Papst Franziskus sei einer der Ersten, der etwas Neues wagt. So bezeichnete der Papst die Heiligen Drei Könige - die Weisen aus dem Morgenland - als Vorbilder des Glaubens: "Sie sehen den Stern, machen sich auf den Weg und bringen Gaben dar." Diese Auffassung teilt Jung uneingeschränkt und zeigte anhand von Beispielen, wie Menschen sich für das neue Jahr orientieren können.
Die Weisen sahen den Stern, den andere nicht bemerkten. Sie schauten in den Himmel - nicht nur nach vorne. Es lohne sich, die Blickrichtung zu verändern. Der Stern solle das Ziel sein, das permanent verfolgt werden kann. Deshalb sollte man sich bereits am Anfang des Jahres fragen: Was will ich bis Ende des Jahres erreichen, wo ist mein Stern? "So biete sich nicht nur im persönlichen Bereich auch die Möglichkeit, in den Pfarreien etwas zu bewegen, z.B. indem man als Pfarrgemeinderat kandidiert
Unter dem Motto "Gaben darbringen" könne als Gaben die Begabung des Einzelnen gesehen werden, der diese im Ehrenamt einbringt, sei es durch soziales Engagement, emotionale Hilfe, in der Gemeinschaft.
Der Höhepunkt des Neujahrsempfanges war die Verleihung der Bürgermedaille des Marktes Burgebrach an Michael Mohr. Die Hälfte seines Lebens war der 66-jährige Michael Mohr in der Kommunalpolitik aktiv, davon 18 Jahre als Zweiter Bürgermeister. Noch heute ist er im Kreistag Bamberg vertreten. Verantwortung in der Gemeinschaft trug Mohr aber auch als Vorsitzender des Ortskulturringes, in der Theatergruppe, beim SV Ober-/Unterharnsbach, beim Soldaten- und Kameradschaftsverein, so Maciejonczyk. Mohr brachte auch die Idee ein, eine Bürgerstiftung zu gründen. Im Jahr 2013 habe er die Seniorenhilfe im Steigerwald gegründet und sei auch über die Grenzen der Gemeinde hinaus ein gefragter Ansprechpartner für die Seniorenarbeit. Mohr sei ein Freund des Helfens und habe die Auszeichnung mit der Bürgermedaille in Gold verdient, so Maciejonczyk.
Nach der Verleihung der Medaille und einer Urkunde dankte Michael Mohr all den Menschen, die ihn begleitet und unterstützt haben. Ihn habe das Engagement im Ehrenamt stets bereichert und er appellierte an die Anwesenden zu einem guten Miteinander. Mit seinem Schifferklavier brachte Mohr zum Abschluss noch einen beeindruckenden Beitrag: "Es ist alles nur geliehen auf dieser schönen Welt". Viel Beifall war sein Lohn.
Die Stiftungsmittel aus der Bürgerstiftung übergab dann Zweiter Bürgermeister Peter Pfohlmann: So erhielten die Katholische Kirchenstiftung Burgebrach 1199 Euro, die Tafel Burgebrach 1500 Euro, die Ebrachtaler Heimatklänge Ampferbach 500 Euro, der Josefs-Fond 1051 Euro, die Pfarr-Caritas 343 Euro, der SV Ober- /Unterharnsbach 360 Euro, die Dorfgemeinschaft Grasmannsdorf 320 Euro und die Wasserversorgung Büchelberg 600 Euro.
Die Musikgruppe "Red Pack" überraschte mit ihrer akustischen Musik immer wieder an unterschiedlichen Standorten im Saal. Die Frauenvokalgruppe "Frequenzia" rundete das Musikprogramm unter Klavierbegleitung von Monika Ruß harmonisch ab. Elke Pieger