Entschieden wurde in der jüngsten Sitzung des Rannunger Gemeinderats über die Zulässigkeit eines Bürgerantrags zur Neugestaltung des Geländes am "Johannesberg". Die Reservistenkameradschaft RK Rannungen 1997 e. V. will dort die Feldscheune vergrößern, um Gerätschaften unterzubringen. Werner Keller meinte, dass man prüfen sollte, ob der gemeindliche Bauhof diese Fläche benötige.
Harald Leurer (CSU-FW) sagte, dass es sehr lobenswert sei, dass die Bürger hier etwas machen wollen. "Es wäre vielleicht sinnvoll, hier einen Vor-Ort-Termin zu machen, um sich das Terrain anzuschauen", schlug Harald Klopf (Bürgerliste) vor. Einstimmig beschloss der Gemeinderat, den eingereichten Bürgerantrag in einer der nächsten Sitzungen zur Entscheidung zuzulassen. Gleichzeitig wird geprüft, ob sich das Vorhaben auch an einem anderen Ort verwirklichen ließe.
In einem weiteren Punkt wurde die Sanierung des alten Kanals zwischen Regenüberlaufbecken und dem neu gebauten Anschlusssammler besprochen. Alternativ zu den bereits im Gemeinderat besprochenen Maßnahmen hatte der Bürgermeister mit dem Planungsbüro für Bauwesen Kirchner Überlegungen angestellt, anstelle der Renovierung im Inlinerverfahren den am stärksten betroffenen Teil des Kanals still zu legen und durch ein komplett neues Stück zu ersetzen. Eine bauliche Erneuerung des Kanals würde rund 90 000 Euro brutto kosten. Das Einziehen der nötigen 250 Meter im Inline-Verfahren kostet rund 70 000 Euro.


Müssen Bäume gefällt werden?

Die Maßnahme war notwendig geworden, da die Wurzeln der Bäume den Kanal stark in Mitleidenschaft gezogen haben. Bei der Erneuerung des Kanals erübrigt sich vorerst das Fällen der Bäume. "Wir verschieben das Problem mit den Wurzeln nur für zwei Jahre nach hinten", so Gemeinderat Joachim Weigand (CSU-FW). Für welche Lösung man sich auch entscheide: Die Bäume müssten gefällt werden. Dem schloss sich Harald Klopf an: "Wenn wir hier vernünftig handeln wollen, müssen wir die Ursachen beseitigen." Harald Leurer stimmte dem zu. Letztendlich entschloss man sich, dass Architekt Matthias Kirchner noch einmal im Gemeinderat vorsprechen soll, um die beiden Alternativen vorzustellen. Das Fällen der Bäume wurde ebenso vertagt.
Ebenso wurden Heckenschneidarbeiten entlang von Wirtschaftswegen beschlossen. Dabei wurde der Bürgermeister bevollmächtigt, die Arbeiten bis zu einer Auftragssumme von 3000 Euro selbst vergeben zu können. Gemeinderat Joachim Weigand forderte, die Maßnahmen für das Frühjahr 2017 bereits im Oktober zu besprechen, da die Firmen dann mehr Zeit zur Ausführung hätten.


Auffangbehälter fehlt

Zudem wird der alte Öltank im Gemeindebauhof in der Raiffeisenstraße 10 beseitigt. Ihm fehlt ein Auffangraum für den Behälter, der im Moment ein Fassungsvermögen von 2000 Litern hat und oberirdisch ist. Einstimmig beschloss man, einen doppelwandigen Tank mit 1000 Liter Füllmenge zu beschaffen.