Theresa schiffl In Herzogenaurach arbeiten der Arbeiter-Samariter-Bund und das Bayerische Rote Kreuz nicht nur zusammen. Im Oktober 2017 ging der Bau der neuen Rettungswache los, wo sich die beiden Organisationen ab jetzt unter einem Dach befinden.

Das Rettungszentrum in der Werner-Heisenberg-Straße wurde gestern eingeweiht. Stefan Müller (CSU), Mitglied des Bundestages und Vorsitzender des BRK-Kreisverbands, und Thomas Klüpfel, Landesgeschäftsführer des ASB Bayern, begrüßten die vielen Ehrengäste, darunter Bayerns Innenminister Joachim Hermann (CSU).

Viele Helfer unter einem Dach

Müller sagte über die Rettungswache: "So etwas hat es in Bayern noch nicht gegeben und das ist nicht nur ein einzigartiges, sondern auch ein zukunftsweisendes Projekt." Das Rettungszentrum sei so geplant worden, dass es den neuen Herausforderungen und den aktuellen Standards gerecht wird.

Es besitzt neben Fahrzeughallen einen Desinfektionsraum und ein Medikamentenlager. Für die hauptberuflichen und ehrenamtlichen Einsatzkräfte gibt es Umkleiden, Duschen, Aufenthalts- und Ruheräume, sowie eine Küche. Für die Wasserwacht und die Rettungshundestaffel des BRK fand sich im neuen Gebäude ebenfalls noch genug Platz. Zudem gibt es Ausbildungsräume für die Bevölkerung, die eigenen Helfer und Räume für die Blutspende.

Besondere Zusammenarbeit

Die Festrede hielt Joachim Herrmann. Er lobte die herausragende Leistung der beiden Verbände. "Sowohl die gute Zusammenarbeit zwischen BRK und ASB und jetzt dieser gemeinsame Bau sind etwas ganz Besonderes", sagte der Minister. So etwas habe es in Bayern noch nicht gegeben. Die Zusammenarbeit bestehe schon seit 45 Jahren und solle sich deswegen nun auch in Zukunft weiter verfestigen, so Hermann.

Weitere Grußworte und viel Lob kamen von Theo Zellner, Präsident des Bayerischen Roten Kreuzes, Hans-Ulrich Pfaffmann, dem Vorsitzenden des ASB-Landesverbandes Bayern, und Alexander Tritthart (CSU), Landrat von Erlangen-Höchstadt.

Edmund Kainer von der Raiffeisenbank Seebachgrund, die sich um die Finanzen kümmerte, übergab den beiden Bauherren Beate Ulonska, Kreisgeschäftsführerin des BRK Erlangen-Höchstadt, und Thomas Klüpfel zum Abschluss jeweils einen Spendenscheck in Höhe von 2000 Euro.

Herzogenaurachs Bürgermeister German Hacker (SPD) sagte: "Die Bauherrengemeinschaft zweier Rettungsdienst- und Hilfsorganisationen ist bayernweit einzigartig und ein Modellprojekt."

Der kirchliche Segen blieb der neuen Rettungswache nicht verwehrt. Kaplan Tobias Fehn von der katholischen Kirche und Pfarrer Oliver Schürrle von der evangelisch-lutherischen Kirche segneten die Wache, sowie die Einsatzkräfte und wünschten ihnen alles Gute. Ulonska und Klüpfel bedankten sich abschließend beim Architekturbüro Quandt und bei allen Helfern und Mitarbeitern und für die finanzielle Förderung durch die Kommunen und den Landkreis.

Für die neue Rettungswache wurden rund 2,6 Millionen Euro ausgegeben.