Am vergangenen Montag haben sich die Arbeitnehmerunion der CSU (CSA) mit verschiedenen Interessenverbänden und Ehrenamtlichen aus dem ganzen Landkreis Kronach zum Informationsaustausch getroffen. Als Referentin hat die Bayreuther Landtagsabgeordnete und ehemalige Ehrenamtsbeauftragte der bayerischen Staatsregierung, Gudrun Brendel-Fischer, den Abend mit hilfreichen Informationen bereichert.

CSA-Kreisvorsitzender Jörg Schnappauf machte eingangs auf die wertvolle Arbeit der Ehrenamtlichen aufmerksam. Über ihr Engagement und die Projekte berichteten dann Eva Maria Müller aus Wallenfels (Verein e2-health und Telemedizin Oberfranken e. V.; Online-Sprechstunde), Janet Januszewski (Caritasverbandes im Landkreis Kronach e. V.; "In der Heimat wohnen" Teuschnitz), Rolf Kraus aus Tettau (Stephanus Dienst - Verein für Senioren und Nachbarschaftshilfe e. V), Sabine Nuber (KoBE Kronach; Koordinierungszentrum bürgerschaftliches Engagement), Stephan Renczes (KEB - Katholische Erwachsenenbildung im Landkreis Kronach e.V.), Birgitta Staufer-Neubauer (Büchertreff am Melchior Otto Platz in Kronach) sowie Tina-Christin Rüger (aktives Feuerwehrmitglied und BRK Rettungsassistentin).

"Ehrenamt ist ein wichtiger Standortfaktor", führte Zweite Bürgermeisterin Angela Hofmann aus, die auch als 1. Vorsitzende der Volkshochschule Kreis Kronach e. V. zu dem interessanten Thema mitdiskutierte. Markus Oesterlein, Mitglied des Kronacher Stadtrat und Kreisvorsitzender der Jungen Union, machte auf die wichtige Bedeutung junger Menschen im Ehrenamt aufmerksam. Der Fraktionsvorsitzende der CSU im Kronacher Stadtrat und Bezirksvorsitzende der Jungen Union Oberfranken, Jonas Geissler, ergänzte, wie wichtig es ist, den jungen Menschen eine echte Chance zu geben und zu zeigen, dass auch sie mit ehrenamtlichen Engagement etwas für ihre Stadt, ihre Gemeinde oder den Landkreis bewegen können.

Die ehem. Ehrenamtsbeauftragte der bayerischen Staatsregierung Gudrun Brendel-Fischer griff bei ihrem Kurzreferat und der anschließenden Diskussionsrunde alle Beiträge der anwesenden Teilnehmer auf. Sie wies darauf hin, dass ehrenamtliches Engagement stark macht und jedem persönlich auch hilft, schwierige Lebenssituationen zu meistern. Sie appellierte, dass man junge Menschen möglichst frühzeitig, nicht nur in Vereins- und Ehrenamtsstrukturen einbinden, sondern auch in Funktionen bringen müsse, um diese Menschen zu binden und durch Verantwortung auch zu motivieren. Gerade Menschen, die auf der "Sonnenseite des Lebens" stünden, könne es viel leichter von der Hand gehen, sich ehrenamtlich und gemeinnützig zu engagieren und dabei auch das Strahlen in anderer Menschen Lebensbereiche bringen, die vom Lauf des Lebens bisher nicht besonders gesegnet wurden. "Wer sich ehrenamtlich engagiert, erwartet keine geldwerten Vorteile, es ist ein befriedigendes Gefühl etwas Gutes getan zu haben", so Brendel-Fischer.

"Es dürfen aber dadurch auch keine großen finanzielle Nachteile entstehen und deswegen werden die steuerfreien Pauschalen für ehrenamtliche Tätigkeiten entsprechend erhöht und auch die Möglichkeit von Steuererleichterungen bei Spenden an gemeinnützige Institutionen weiter erhalten."

"Auf kommunaler Ebene ist die Einführung der Ehrenamtskarte im Landkreis Kronach ein positives Signal, ehrenamtliches Engagement zu unterstützen. Aber auch die einzelne Vereinsförderung in den Städten und Gemeinden im Landkreis Kronach wurde trotz massiver Sparkurse nicht gänzlich abgeschafft", fügte Jörg Schnappauf hinzu.

Gudrun Brendel-Fischer plädierte dafür, Alltagskompetenz in den Schulen mit zu erlernen. "Und dazu gehört auch ehrenamtliche, gemeinnützige Arbeit." red