Im Februar 2018 beschloss der Gemeinderat, in das zweite Auswahlverfahren zur Förderung des Aufbaus von Hochgeschwindigkeitsnetzen in Bayern einzusteigen. Vorausgegangen waren eine allgemeine Markterkundung und die technische Ist-Erfassung des Erschließungsgebietes. Berücksichtigt werden konnten dabei nur Gebiete, die noch nicht mit mindestens 30 Mbit-Geschwindigkeit versorgt sind. In der Sitzung des Gremiums am Montag stellte Siegbert Reuther vom Büro Reuther NetConsulting das Ergebnis der Ausschreibung vor - einen Monat früher als geplant.
Auswahlgewinner ist die Deutsche Telekom mit einem Angebotspreis von 680 400 Euro. Unter Berücksichtigung einer 90-prozentigen Förderung verbleibt für die Gemeinde ein Eigenanteil von 68  040 Euro. 54 Hauseigentümer in Eichholz, Lindau, Rehleithen, Michelsreuth und Trebgast-Süd (Lindauer Straße, Weiherhaus) verfügen nach Abschluss der Maßnahme über einen Glasfaseranschluss bis ins Haus - und das für sie umsonst. Benötigt werden dazu Tiefbauarbeiten in einer Länge von sieben Kilometern, davon 1,1 Kilometer innerorts.
Der Gemeinderat vergab den Auftrag an die Telekom. Gleichzeitig wird bei der Regierung von Oberfranken eine Förderung beantragt. Nach Eingang des Zuwendungsbescheides kann der Kooperationsvertrag abgeschlossen werden. Die Fertigstellung soll spätestens 48 Monate danach erfolgt sein.
Zweiter Bürgermeister Albert Kolb (SPD/WG) trug das Anliegen von Waizendorfer Bürgern vor, die eine Anbindung an das schnelle Netz monierten. Siegbert Reuther bemerkte dazu, dass Waizendorf als erschlossenes Gebiet gilt. "Waizendorf ist deshalb nach den Vorgaben nicht mehr förderfähig. Sollte das nicht den Tatsachen entsprechen, hat uns Vodafone falsche Informationen geliefert." Bei wirklich noch vorhandenen Lücken wäre noch eine Erschließungsmaßnahme möglich.
Der Bauausschuss informierte sich über die Abwasserleitung beim Kalkofen. Bei Starkregen kommt es hier aus Richtung Hegnabrunn immer wieder zu Problemen. Jetzt sollen die Schächte und Kanäle überprüft werden, um herauszufinden, wie das Grundstück geschützt werden kann. Auch im Reuthweg muss die Situation verbessert werden. Hier ist das Auffanggitter des Schwallwasserrahmens locker.


Gegen LED

Entlang der Kirchentreppe werden vier Leuchten auf LED umgerüstet. An der Bergstraße wird in Höhe der Brauereieinfahrt eine neue Leuchte aufgestellt. Kosten insgesamt 3760 Euro brutto. Eine LED-Umrüstung der Leuchte am Lindauer Dorfplatz wird von den Bewohnern nicht gewünscht. Ihrer Meinung nach harmoniert das bisherige Gelblicht besser mit der Sandsteinfront des Dorfhauses. Aufgrund von Neuinstallationen wird eine Verstärkung des Hausanschlusses am ehemaligen Bahnhofsgebäude notwendig. Den Auftrag erhielt das Bayernwerk zum Angebotspreis von 8237 Euro brutto.
Ergänzt und verbessert werden soll die Situation auf den Kinderspielplätzen in Feuln und am Weiherweg. Dafür sind im Haushalt 10 000 Euro eingeplant. Von Feulner Seite wurden eine Doppelschaukel und eine Stahlfederwippe gewünscht. Beim Spielplatz hinter dem Tennisheim soll eine Überprüfung der Spielgeräte erfolgen, wenn die in diesem Bereich beabsichtigten Kanalbauarbeiten der Deutschen Bahn abgeschlossen sind.
Am Fuß- und Radweg vom Bahnhof zur Turnhalle hat der Gemeinderat die Aufstellung von acht Leuchten beschlossen. Im Rahmen der dazu notwendigen Tiefbauarbeiten schlägt die Deutsche Telekom vor, ein Leerrohr mit zu verlegen. Bei einem geplanten Glasfaserausbau können der Gemeinde diese Kosten wieder erstattet werden. Das Gremium hielt die Anregung für sinnvoll und beschloss, die dafür anfallenden Kosten von 4800 bis 6400 Euro vorzufinanzieren.
Einen Überblick über den Status quo bei der ILE gab Bürgermeister Werner Diersch (SPD/WG). Laufende Themen sind das Kernwegenetz, das Niederschlags-Abwassermodel und die Internetseite. Außerdem sollen die beteiligten Gemeinden weitere Themen melden, um die sich die ILE kümmern sollte.


Neues Feuerwehr-Fahrzeug

Von Trebgaster Seite wurden hier die Optimierung der Freizeitwege, Mitfahrbänke für den öffentlichen Nahverkehr und E-Bike-Ladestationen genannt. Bürgermeister Werner Diersch informierte über den Eingang eines Zuwendungsbescheides vom Freistaat Bayern über 73 500 Euro. Damit kann die Ausschreibung für ein neues Feuerwehr-Fahrzeug vom Typ LF 10 in die Wege geleitet werden.