Des einen Freud, des anderen Leid, so könnte man die derzeitige Witterung beschreiben. Was Urlauber und Kinder freut, macht den Waldbesitzern und Förstern große Sorgen. Begünstigt durch das warm-trockene Wetter hat sich der Borkenkäfer stark vermehrt. Die Fichten, die durch die geringe Wasserversorgung geschwächt sind, können kaum noch Gegenwehr leisten. Der nur wenige Millimeter große Buchdrucker kann in unseren Fichtenwäldern großen Schaden anrichten. Um Bestandes bedrohende Auswirkungen zu vermeiden ist es wichtig, den frisch eingebohrten Borkenkäfer rasch aufzuspüren und waldschutzwirksam zu bekämpfen.


Auf Käferbefall kontrollieren

Hier ist nun der Waldbesitzer gefordert. Dazu hat die Regierung von Oberfranken eine Anordnung erlassen, die für alle Waldbesitzer verpflichtend ist:
- Wälder mit Nadelbäumen und dort gelagertes unentrindetes Nadelholz muss der jeweilige Eigentümer oder Nutzungsberechtigte in der Zeit vom 1. April bis 30. September mindestens im Abstand von vier Wochen (besser aber zwei Wochen!) auf Käferbefall kontrollieren.
- Bei Käferbefall muss der Eigentümer die Untere Forstbehörde verständigen.
- Käferbefall muss vom Eigentümer unverzüglich sachgemäß und wirksam bekämpft werden.
Wenn das nicht gemacht wird, ist es die Aufgabe der Forstverwaltung, Fristen zu setzen und als letzte Lösung Unternehmer zu beauftragen, die der Eigentümer dann bezahlen muss.


Optimale Logistik wichtig

Hubert Helm von der WBV Frankenwald: "Die Holzabfuhr bei der WBV klappt noch ganz gut". Um aber eine optimale Logistik zu gewährleisten, sollte das Holz aber optimal angeboten werden. Kleinstmengen sollen zusammengefahren werden. So würden die Holzkäufer bei Laune gehalten werden. Wo dies nicht möglich ist, könnten auch einzelne Stämme von Hand entrindet werden, so würde man sich ein wenig den Zeitdruck nehmen.
Bei allen Fragen zur Borkenkäferbekämpfung, der späteren Wiederaufforstung und finanziellen Fördermöglichkeiten helfen die Forstreviere des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kulmbach, sowie die WBVen im Landkreis. eh