Mit den Plänen der Gemeinde, den Weisendorfer Badweiher in der Ortsmitte zu sanieren und teilweise umzugestalten, zeigt sich die Ortsgruppe Seebachgrund des Bundes Naturschutz (BN) ganz und gar nicht einverstanden. Wie der Ortsgruppen-Vorsitzende Christian Wosegien in einer Stellungnahme schreibt, stehe beim Badweiher aus Sicht des BN "die schlechteste aller möglichen Alternativen zur Entscheidung an".

Die Pläne der Gemeinde sähen vor, die Ufer zu versteinen, die kostbare Schilffläche zu schrumpfen und Ruhezonen durch zusätzliche Erschließung zu beseitigen. Selbst die Minimalwünsche der Unteren Naturschutzbehörde seien vom Tisch gewischt worden. Das Ganze sei der Artenvielfalt nicht zuträglich und entspreche nicht dem bayerischen Naturschutzgesetz, wonach die Gemeinden ihre Flächen im Sinn der Ziele und Grundsätze des Naturschutzes zu bewirtschaften haben, urteilt Wosegien.

Nur die Insel sichern

Zusätzlich müsse man sich vor Augen halten, dass die Gemeinde vermutlich über 350 000 Euro aufwenden werde, um einen Karpfenweiher zu sanieren. Es scheine, als ob jeder Gedanke an Sparsamkeit verloren gegangen sei.

Der Vorschlag des BN lautet, den Eingriff auf die Sicherung der Insel und eine behutsame Ausbaggerung zu beschränken. Um seine Position darzulegen, lädt der BN am Donnerstag, 27. September, um 17 Uhr zu einem Ortstermin am Badweiher. red