Der Zeitpunkt war gut: Nicht nur, dass die jetzt gesäten Wildblumen mit großer Wahrscheinlichkeit noch gegen Ende dieses Sommers blühen werden. Gut auch, weil infolge von Bürgerbegehren und Schülerdemos die Bevölkerung für die Zukunft unseres Planeten besonders sensibel geworden ist.

In der Gemeinde Adelsdorf, in der es bereits mehrere Wildblumenwiesen gibt, wurde jetzt eine weitere Fläche für die Artenvielfalt angelegt. Direkt am Gelände des Kindergartens "Villa Regenbogen" sollen sich schon bald die Kleinen - und natürlich auch deren Eltern - an den unterschiedlichsten Wildblumen erfreuen. Dafür legten die Erzieherinnen selbst mit Hand an. Allerdings zusammen mit einem, der sich darauf versteht - dem Steppacher Landwirtschaftsmeister Elmar Kropf. Er hat bereits Erfahrungen mit Wildblumenwiesen gesammelt. Durch den Bericht im Fränkischen Tag im September 2018 wurden die Erzieherinnen auf den immer aufgeschlossenen Steppacher Landwirt aufmerksam. Ja, das Adelsdorfer Team machte sich sogar auf und besichtigte die Wildblumenwiese von Elmar Kropf in Steppach.

Saatgut wurde gespendet

Klar, dass der sich nicht lange bitten ließ und die Zusammenarbeit zusagte. Schließlich hat der Bayerische Bauernverband unter dem Titel "Bayern blüht auf" ein eigenes Programm aufgelegt. Elmar Kropf besorgte also das Saatgut, das - mit ausdrücklichem Dank an den Bauernverband und die Bayerische Futtersaatbau-Gesellschaft - dem Kindergarten zur Verfügung gestellt wurde.

So einfach loslegen geht allerdings auch in Sachen Wildblumen nicht. Das Vorhaben musste mit der Gemeinde abgestimmt werden. Wobei die Erzieherinnen bei Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) vermutlich offene Türen einrannten. Und schließlich wollte auch Bauer Kropf die Fläche zuvor auf ihre Tauglichkeit hin in Augenschein nehmen. Nach dem letzten Frost im März konnte dann der Startschuss erfolgen: Das Areal wurde gepflügt und schließlich Ende April noch einmal auf seine Bodenbeschaffenheit hin besichtigt. Elmar Kropf und das Kindergartenpersonal werden weiter ein wachsames Auge darauf haben.

Fünf Jahre sind das Ziel

Obwohl - wenn die Natur einmal eine Fläche für sich eingenommen hat, kann man guten Mutes sein. Elmar Kropf geht jedenfalls von einer Blumen- und Bienenweide von mindestens fünf Jahren aus. Bei ihm in Steppach sind die Blumen in diesem Jahr jedenfalls ohne Weiteres wieder aufgegangen.