In der ausverkauften Adam-Riese-Halle begeisterten das Schüler- und das Jugendorchester des Bezirks am Tag der Deutschen Einheit mit den "Highlights der Blasmusik". Insgesamt boten rund 150 Nachwuchsbläser aus über 50 oberfränkischen Vereinen ein abwechslungsreiches Konzert.
Brillante Melodien, Evergreens und moderne Kompositionen, garniert mit vielen solistischen Einlagen, füllten das dreistündige Programm. Dirigenten waren Michael Botlik, Armin Häfner und Georg Maderer. Die musikalische Gesamtleitung lag bei Michael Botlik.


Maderer kündigt Rücktritt an

Ein Wermutstropfen war die Mitteilung des Bezirksvorsitzenden des Nordbayerischen Musikbunds, Werner Pörner, wonach Chefdirigent Georg Maderer im Januar sein Amt niederlegen werde. "Wer die Geschichte unseres Bezirksverbands kennt und die musikalische Aus- und Weiterbildung sowie insbesondere unsere Auswahlorchester im Auge hat, wird verstehen, dass dies für uns eine äußerst schmerzliche Nachricht ist", sagte Pörner.
Er bedankte sich bei Maderer, der Dirigent, Ausbilder, Erzieher, verständnisvoller Mitstreiter und kreativer Ideengeber sei, und ernannte ihn zum Ehrendirigenten des Bezirks.

Das Schülerorchester eröffnete das Konzert mit dem geheimnisvollen Stück "Top Secret" von Larry Neeck. Es folgten "Ultimatum" von Robert W. Smith und "Shackelford Banks" von Jay Bocook. Das "Leuchtfeuer" von Kurt Gäble ließ die Halle erstrahlen. Langgezogene Melodielinien stellten die unerschütterlichen Feuer dar, umgeben von unruhigen Themen einer sich ständig verändernden, reizüberfluteten Welt.
Seit 2011 schreibt Ramin Djawadi die Musik zu der erfolgreichen US-Fernsehserie "Game of Thrones". Das Motiv arbeiteten die Bläser akzentuiert heraus. Mit "Beat, Blues & Swing" wurde eine dreisätzige Suite rhythmisch und schwungvoll präsentiert. Vor der Pause erklang beschwingt und lustig die Titelmelodie aus dem Film "Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten".
Mit der Suite "Alla Hornpipe" aus Händels Wassermusik stellte das Jugendorchester den leicht fröhlichen Hornpipe-Tanzrhythmus dar. Berühmte Arien aus Guiseppe Verdis Werken präsentierten Bläser und Schlagzeug in einem Arrangement von John Glenesk Mortimer. Das sinfonische Intermezzo "The Witches Sabbath" von Puccini erfuhr durch das Orchester eine musikalisch hochbrisante Darstellung.
Nach "Schwanensee" ging es mit dem Titel "The Year of the Dragon" lebhafter zu, bei dem die Musiker die technischen und klanglichen Möglichkeiten eines sinfonischen Blasorchesters voll ausschöpften.
Eigentlich ist "10W 60" der Name eines vollsynthetischen Maschinenöls. Auf diese Weise verband Komponist Noaya Wada Geschwindigkeit mit Energie, zwei wichtige Elemente, die auch in den drei Sätzen dieses Werkes eine Rolle spielen.
Zum Schluss kam ein Marsch, wie es sich für ein Blasorchester gehört. Kurt Gäble komponierte für das Schlossseefest in Salem den Konzertmarsch "Salemonia" - ein passendes Finale.