Harald Bischoff aus Köttel und Frank Scheidig aus Lichtenfels treten für die FDP im Stimmkreis Lichtenfels-Kronach an. Während Harald Bischoff bei der Versammlung in Trieb als Direktkandidat für die Landtagswahl nominiert wurde, erhielt Frank Scheidig als Direktkandidat für die Bezirkstagswahl das einstimmige Votum.
Listenkandidaten sind Irmgard Nehmzow, die Kreisvorsitzende der FDP Lichtenfels aus Altenkunstadt, für die Landtagswahl, und Stefan Wolf aus Gundelsheim für die Bezirkstagswahl. Wolf hatte bereits im Stimmkreis Kulmbach/Lichtenfels/Bamberg Land für die FDP zur Bundestagswahl kandidiert.
FDP-BezirksvorsitzenderThomas Nagel (Kulmbach) warb für einen starken Bezirk: "Der Bezirk kann mehr leisten", sagte er. Die Menschen müssten aber auch wissen, wofür der Bezirk zuständig sei. In Oberfranken sei es wichtig, dass Bauen wieder günstiger werde. Deshalb fordert die FDP die Abschaffung der Grunderwerbssteuer.


Digitalisierung als Zukunftsthema

Der 44-jährige Harald Bischoff arbeitet bei der Firma Dietz als Bauleiter, er ist verheiratet und Vater von zwei Kindern (19 und 17). "Wahlen gewinnt man nur im Team", sagt Bischoff. Die FDP habe Rückgrat bei den Sondierungsgesprächen gezeigt. Die Politik von Angela Merkel sei im Stand-by-Modus angekommen, kritisierte Bischoff die Große Koalition.
Als Zukunftsthema nannte er die Digitalisierung. Auch der Frankenwald und das Fichtelgebirge bräuchten ein besseres Netz. Für die Kinder müssten die besten Voraussetzungen für die Zukunft geschaffen werden. Es könne Bischoff zufolge nicht sein, dass die Schulen nicht zeitgemäß ausgestattet sind.
Frank Scheidig ist 56 Jahre alt und Werkzeugmacher. Als Direktkandidat für den Bezirkstag fordert er eine bessere Unterstützung der Förderschüler. Vergessen werden seiner Ansicht nach die kleinen innovativen Firmen in Lichtenfels. Die Stadt habe nur den Fokus auf General Electric. Gerade der Mittelstand müsse auch in Lichtenfels und Kronach besser unterstützt werden. red