von unserem Mitarbeiter Manfred Welker

Frauenaurach — Im Frauenauracher Musuem im Amtshausschüpfla wird am Sonntag, 3. Mai, um 11 Uhr, die Sommerausstellung "Carl Haag. Ein berühmter Maler - seine Kindheit in Frauenaurach" eröffnet.
Geboren wurde Carl Haag in Erlangen, seine Kindheit verbrachte er in Frauenaurach. Gestorben ist er am 17. Januar 1915 in Oberwesel. Jutta Triantafyllidis-Grimm nahm dieses Jubiläum zum Anlaß, den Jugendjahren Haags in Frauenaurach eine Ausstellung zu widmen. Denn in Frauenaurach lebten die Großeltern von Carl Haag, die dort eine Ziegelei betrieben. Nach dem Tod seines Vaters verbrachte Haag dort seine Kindheit.

Unterricht beim Onkel

Sein weiterer Lebensweg führte ihn nach Nürnberg, wo er zwei Jahre das Polytechnikum besuchte. Sein Maltalent wurde bereits zu dieser Zeit erkannt. Nach dem Mal- und Zeichenunterricht bei seinem Onkel Johann Rudolph Weber begann er mit 16 Jahren ein Kunststudium in Nürnberg. In dieser Zeit sind auch Zeichnungen von Frauenaurach und Mitgliedern seiner Familie entstanden, so Zeichnungen seiner Großeltern oder eine Ansicht von Frauenaurach aus dem Jahr 1839, die lediglich 6,3 x 13 cm misst. Die Detailgenauigkeit ist bemerkenswert, so können auch die Türme des 1859/62 abgebrochenen Schlossgebäudes oder ein 1845 abgebrochenes Tor erkannt werden.
Der Weg führte Haag dann nach London, wo er sich ein Atelier einrichtete. Er avancierte zum beliebten Aquarellisten der Londoner Gesellschaft mit Portraits und Motiven aus dem Orient. Im Alter zog es ihn nach Deutschland zurück.
In der Sommerausstellung im Amtshausschüpfla in Frauenaurach wird anhand seiner frühen Bilder aus Frauenaurach gezeigt, wie das Leben damals verlief.