In die Sportgaststätte des TSV Breitengüßbach lud Bezirksspielleiter Gerald Schwan die 32 Vereine der Fußball-Bezirksligen Ost und West ein - ein Ost-Klub glänzte allerdings mit Abwesenheit. Die Sommersitzung, an der auch Bambergs Kreisspielleiter Manfred Neumeister als Gast teilnahm, ging zügig vonstatten, obwohl manche Punkte zu regen Diskussionen führten.
Schwan gab einen Rückblick auf die abgelaufene Saison und insbesondere auf die reibungslos verlaufene Relegation. So waren in der West-Gruppe drei freie Plätze auszuspielen, was sich aufgrund der Partien, die in der Landesliga in Hin- und Rückspiel über die Bühne gingen, zeitlich hinauszog. Mit dem TSV Meeder und dem SV Würgau schafften zwei Vereine noch den Klassenerhalt. Der TSV Marktzeuln vervollständigte neben den Kreisliga-Meistern FSV Unterleiterbach, ASV Kleintettau, Sylvia Ebersdorf und dem Landesliga-Absteiger VfL Frohnlach das 16er-Feld. Die Ausscheidungsspiele besuchten in den beiden Ligen 6357 Zuschauer, also im Schnitt 735. Bayernweit waren es 672 pro Partie.
Für das Schiedsrichter-Wesen referierte Michael Völk und resümierte, dass der Bezirk Oberfranken im Bayern-Vergleich mit den eingesetzten Unparteiischen sehr gut abschneide. In der Bayernliga pfeifen fünf Schiris, in der Landesliga drei und in den beiden Bezirksligen 44.


Weniger Sportgerichtsfälle

200 Fälle in beiden Ligen mussten in der vergangenen Saison behandelt werden, so Andreas Leffer für das Sportgericht. Dies sei ein deutlicher Rückgang zu den Vorjahren, also sehr erfreulich. 164 Spieltags-Sperren mussten zu den unterschiedlichsten Vergehen bei Roten Karten ausgesprochen werden. Verletzung der Platzdisziplin gab es in drei Fällen. Darunter ein Fall von Pyrotechnik-Einsatz. Gut 14 000 Euro kamen insgesamt an Strafen zusammen. Völk bemängelte zudem, dass sich Schiedsrichter in den sozialen Medien (Facebook) Anfeindungen gegenübersehen. Zuschauerfehlverhalten kann mit Strafen zwischen 300 und 12 000 Euro gegenüber einzelnen Personen oder Vereinen geahndet werden. Bei Spielunterbrechungen ab einer Dauer von fünf Minuten wegen Fehlverhalten sei nun zwingend ein Punktabzug vorgesehen, so Völk.
Im Pass-Online-Verfahren sollten die Unterlagen unbedingt für eine evtl. Nachprüfung aufgehoben werden. Die Frist für den Einsatz in verschiedenen Mannschaften beträgt ab sofort nicht mehr nur zehn, sondern 15 Tage. Bei den Kreispokalspielen dürfen nun fünf statt bislang drei Spieler ausgewechselt werden.
Fairness-Preisträger der West-Liga waren die DJK Bamberg II und der FC Mitwitz, die auch bei der Gestaltung des Rahmenterminkalenders mitwirken durften, so Bezirksspielleiter Schwan.
Die Saison 2018/19 beginnt am 21. Juli und endet am 18. Mai 2019. Vor der Winterpause sind zwei variable Spieltage am 18. und 25. November in den Plan eingebaut. Entweder mit vollem Programm oder einzelnen Nachholbegegnungen. Weiter geht es dann am 10. März 2019; erster regulärer Spieltag ist der 24. März.


Drei Absteiger, ein Relegant

Gerald Schwan stellte es den Vereinen frei, wie die Abstiegsregelung aussehen soll. Der Vorschlag mit drei festen Absteigern und nur einem Relegationsplatz wurde mit großer Mehrheit (29 von 31 Stimmen) von den Bezirksligen-Vertretern angenommen. Wer also am Schluss auf den Plätzen 14 bis 16 landet steigt direkt ab. Rang 13 geht mit den Kreisliga-Zweiten in die Relegation. Oben bleibt alles wie gehabt. Der Meister steigt auf, der Zweite geht in die Landesliga-Relegation.
Einen Antrag einer großen Mehrheit seiner Vereine brachte Kreisspielleiter Manfred Neumeister mit: Der Kreis 1 will zwei Wochen länger spielen. Dieser Antrag fand bei elf Ja- und 20-Nein-Stimmen keine Mehrheit. Die Bezirksliga-Vertreter pochen darauf, dass die Saison zeitgleich mit den Kreisligen endet. Die Winterarbeitstagung findet voraussichtlich am 20. Januar 2019 in Kronach statt.