Das Baugebiet Röttenbach-West liegt laut Bürgermeister Ludwig Wahl (FW) "in seiner finalen Version" vor. Es umfasst gut 130 Baurechte. Vier Doppelhaushälften und sonst Einzelhäuser mit zwei Geschossen sind vorgesehen. Die maximale Firsthöhe beträgt neun Meter.
Der nordwestliche Raum in der Verlängerung der Schulstraße ist nach der speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung ein Habitat für seltene Vögel und Eidechsen. Sie werden im Laufe von zwei, drei Jahren umgesiedelt.
Erschlossen wird das Areal im nördlichen Bereich durch zwei Ringstraßen. Nach Süden schließen sich ein Platz an und von der Hauptachse abzweigende Stichstraßen.


Mit Einkommensgrenze

Entgegen der üblichen Regelung ließ Wahl nach der Vorstellung der Planung eine Bürgerfragestunde zu. Hier ging es vor allem um die Hochwassergefahr für Anwesen im Fliederweg. Sie dürfte sich nach der Bebauung verringern, ist sich Planer Frank Schönfelder sicher.
Die Grundstücke vergibt Röttenbach nach einem Einheimischen-Familien-Modell. Antragsberechtigt sind Paare mit einem jährlichen Einkommen unter 100 000 Euro (Alleinstehende 50 000 Euro), die selbst nicht über ein bebaubares Grundstück verfügen und auch kein Wohneigentum haben. Zudem darf ihr Vermögen 150 000 Euro nicht überschreiten.
Die Bewerber werden nach einem Punktekatalog gewertet. Besonderes Gewicht haben dabei Kinder, und zwar umso mehr, je jünger sie sind. Behinderungen werden gewichtet und Punkte gutgeschrieben, je nachdem, wie viel das Einkommen unter 100 000 Euro liegt. Ein neues Kriterium ist das ehrenamtliche Engagement und die Dauer der Ortsansässigkeit. Hier zählen auch zurückliegende Jahre, auch wenn der Bewerber derzeit nicht in Röttenbach wohnt.
Ein Bewerber hat zwei Jahre für den Baubeginn und fünf Jahre für die Fertigstellung. Er muss das Haus selbst bewohnen. Die Gemeinde kann bei Verstößen von ihrem Rückkaufsrecht Gebrauch machen. In den nächsten Tagen wird die Regelung mit allen Details auf die Homepage der Gemeinde eingestellt. Lp