In den letzten Jahren wurde in Bayern ein Rückgang der Amphibien festgestellt. Auch der Bund Naturschutz (BN) Ebern bemerkte dies an bekannten Laichgewässern im Umfeld. Um weitere Zahlen zur Bestandsentwicklung zu erhalten und damit auch gezielt Gewässer schützen zu können, wird nun der Laich erfasst. Die Eberner Naturschützer bitten die Bevölkerung in den nächsten vier Wochen um Mithilfe bei der Erfassung von Laichballen des Grasfrosches und Laichschnüren der Erdkröten. Dazu biete der Osterspaziergang eine ideale Möglichkeit.
Der Grasfrosch, die Amphibie des Jahres 2018, ist mit der Erdkröte unsere häufigste Amphibienart. In den ersten lauen Nächten verlassen die Tiere ihre Winterquartiere im Boden und begeben sich auf Wanderschaft zu den Laichgewässern, die sie stets sehr ortstreu beibehalten. Einige Grasfrösche überwinterten bereits in Teichnähe oder sogar im schlammigen Gewässergrund.
Häufig ist das Wasser noch eiskalt, wenn das Grasfroschweibchen seine bis zu 4000 Eier in einem Laichballen an der sonnigsten, flachsten und damit wärmsten Stelle des Teiches oder die Erdkröte ihre langen Laichschnüre zwischen schwimmenden Ästen am Teichrand ablegen.
Nun bittet der BN Ebern die Bevölkerung im Bereich des Altlandkreises Ebern, in den nächsten vier Wochen bei ihren Spaziergängen, zum Beispiel während der Ostertage, auf Laichballen und Laichschnüre zu achten, die in Gräben oder Teichen auf der Wasseroberfläche schwimmen, und diese zu melden. Nach wenigen Wochen hat sich der Laich so weit entwickelt, dass sich die Ballen weitgehend aufgelöst haben und damit kaum noch festzustellen sind. Bei der Meldung wären die genaue Ortsangabe und die geschätzte Zahl der Laichballen und -schnüre wichtig.


So erfolgt die Meldung an den BN

Ein Erfassungsblatt mit Grundinformationen kann bei der Geschäftsstelle des Bundes Naturschutz am Stadtberg oder in der Schilderwerkstadt Andreas Einwag, Marktplatz 23 in Ebern (0162/6449761), bestellt oder auf der Homepage www.bund-naturschutz-ebern.de heruntergeladen werden. Die Meldung kann dann, mit oder ohne Foto, per E-Mail an vorstand@bund-naturschutz-ebern.de gesandt oder bei der Schilderwerkstatt abgegeben werden. Sie kann auch unter der Faxnummer 09531/9443566 oder per Post an den BN Haßberge, Spitaltorstraße 3 in 96106 Ebern, gesendet werden.
Ziel der Aktion ist, den aktuellen Stand von Grasfrosch- und Erdkrötenlaichgewässern zu erfassen, um diese eventuell zu sichern und Bestandsentwicklungen zu dokumentieren. red