Betrug am Geldautomaten, Taschendiebstahl, Enkeltrick, Einbrüche, Skimming (Ausspähen von Bank- oder Kreditkartendaten) ... die Liste der Straftaten lässt sich beliebig verlängern. In Coburg gab es zuletzt vermehrt Probleme mit Taschendiebstählen. Davon seien vor allem ältere Herrschaften betroffen, die vorher am Geldautomaten viel Geld abheben, erklärt der kriminalpolizeiliche Fachberater Christian Wollinger.
Aber theoretisch kann auch jeder andere zum Opfer werden. Die kriminalpolizeiliche Beratungsstelle macht es sich deswegen zur Aufgabe, mehr Präsenz in der Öffentlichkeit zu zeigen. Dies tat Christian Wollinger am Mittwoch mit einem Beratungsstand in der Coburger Sparkasse am Marktplatz. Hier konnten sich Interessierte über Sicherheitsmaßnahmen informieren.
Christian Wollinger bietet auch kostenlose Hausbesuche für eine Sicherheitsanalyse an. Sie zielt darauf ab, das eigene Zuhause so sicher wie möglich zu gestalten. "Eine Alarmanlage allein bringt wenig. Wichtiger ist es, dem Einbrecher gar nicht erst die Möglichkeit zu geben, ins Haus zu gelangen", erklärt der Fachberater.
Des Weiteren bietet er kostenfreie Vorträge - zum Beispiel für Vereine - an, bei denen er über Einbruchschutz oder Seniorensicherheit referiert. Letztere seien eine beliebte Zielgruppe für sogenannte Enkelbetrüger und sollen daher besonders vorsichtig sein. Im Allgemeinen rät Christian Wollinger aber jedem, etwas achtsamer mit den eigenen Wertsachen umzugehen. Es reiche oftmals schon aus, die Tasche sicher und verschlossen am Körper zu tragen.
An der Oberfrankenausstellung vom 11. bis 14. Oktober auf dem Ketschenanger wird es ebenfalls einen Beratungsstand geben, an dem sogar ein Demofenster vorhanden sein wird, um einen Einbruch nachzustellen. Der Besucher bekommt hier ganz praktisch vor Augen geführt, wie leicht das Aufhebeln eines Fensters ist und wie man sich davor schützen kann.