Wegen des Vorwurfs des Betrugs musste sich am Donnerstag ein Mann aus Forchheim vor dem Erlanger Amtsgericht verantworten. Er war beschuldigt worden, einen Privatkredit über 5000 Euro nicht zurückgezahlt zu haben. Darlehensgeber war ein Mann aus Höchstadt.

Der Angeklagte gab an, dass er zum damaligen Zeitpunkt davon ausgegangen sei, das Geld zurückzahlen zu können. Aufgrund seiner finanziellen Lage sei dies dann jedoch nicht möglich gewesen. Er behauptete, daraufhin mehrere Drohbriefe von dem Höchstadter erhalten zu haben. Weiterhin erklärte der Angeklagte, dass er angeboten hätte, das Geld in Raten zurückzuzahlen, was der Darlehensgeber jedoch abgelehnt habe.

Der Forchheimer legte ein Geständnis ab und entschuldigte sich mehrmals für seine Tat. Er wolle das Geld sobald wie möglich zurückzahlen und den Schaden wiedergutmachen. Aufgrund des Geständnisses war eine Zeugenaussage nicht mehr notwendig.

Der Angeklagte wurde zu 80 Stunden gemeinnütziger Arbeit sowie zu einer Freiheitsstrafe von fünf Monaten verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wird. Bei der Urteilsbegründung wies das Gericht besonders auf die 42 Einträge im Schuldnerverzeichnis hin, die dort zum Tatzeitpunkt unter dem Namen des Angeklagten registriert waren. Der Richter betonte, dass der Mann sich aufgrund seiner finanziellen Lage darüber im Klaren hätte sein müssen, das Geld nicht zurückzahlen zu können. Zu seinen Gunsten sprachen jedoch sowohl sein Geständnis sowie die Tatsache, dass er zum Tatzeitpunkt nicht vorbestraft war.