Seit 85 Jahren gibt es den Kreis Krasnogorsk, und so war auch das diesjährige Stadtfest Ende September wieder ein kleines Jubiläumsfest. Zu diesem Anlass waren Höchstadts Bürgermeister Gerald Brehm (JL), der Direktor des Gymnasiums, Bernd Lohneiß, und die Vorsitzende des Freundeskreises
Höchstadt-Krasnogorsk, Sibylle Menzel, in der Partnerstadt. Auch Adolf und Hedi Wedel, Mitinhaber der Martin Bauer Group und der Krasnogorsker Teefabrik KLS, machten sich auf den Weg nach Krasnogorsk.
Dort hat es seit Anfang des Jahres viele personelle Veränderungen in der Administration gegeben, und die Höchstadter Delegation nutzte den Anlass, die neuen Ansprechpartner kennenzulernen.
Krasnogorsk bot ihnen und den Vertretern von sieben weiteren Partnerstädten aus Litauen, Lettland, Belarus, Bulgarien und Frankreich ein abwechslungsreiches Programm mit einem Konzert in der Kulturhalle, einem Open-Air-Jazzkonzert und einer prachtvollen Parade im Stadion.
Der neue Landrat empfing die Gäste aus den Partnerstädten zu einem festlichen Essen, bei dem nach dem Austausch von Geschenken bis weit nach Mitternacht geplaudert und getanzt wurde. Zuvor hatten die Höchstadter den neuen Chef des Rathauses in kleiner Runde getroffen und die Möglichkeiten des bilateralen Austauschs erörtert.
Neben dem offiziellen Programm hatten die Besucher aus Höchstadt auch die Gelegenheit, die langjährige Partnerschule des Gymnasiums, Opalicha, zu besuchen, mit der seit 1996 ein jährlicher Schüleraustausch stattfindet. Auch die Kosmos-Schule wurde besichtigt, die Partner für ein einmaliges, sehr erfolgreiches Projekt zur Geschichte der Raumfahrt war. Mit diesem Projekt waren die beiden Schulen zur feierlichen Abschlusswoche des "Deutsch-russischen Jahres des Jugendaustausches" im Juli nach Berlin eingeladen, als eine von neun Paarungen aus den beiden Ländern. In beiden Schulen gab es ausführliche Gespräche über die weitere Zusammenarbeit und neue Vorhaben.
Den zahlreichen Gruppen aus Höchstadt, die seit Beginn der Städtepartnerschaft 2003 nach Krasnogorsk gereist sind, ist der Besuch im Museum der Deutschen Antifaschisten in Erinnerung, in dem die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Nr. 27 dargestellt ist. Auch das Museum wurde neu konzipiert, die Verbindung zu Deutschland und der deutschen Partnerstadt soll intensiver genutzt werden. Nach der Neueröffnung im Oktober wird es am Museum einen "Club der Deutschen Sprache" geben, mit Deutschkursen und monatlichen Veranstaltungen ähnlich den Treffen des Freundeskreises in Höchstadt.
Die Koffer voller Geschenke, die Köpfe voller neuer Ideen kehrten die Besucher aus der Partnerstadt zurück, überzeugt davon, dass bei den schwierigen Bedingungen der Weltpolitik die
Zusammenarbeit und Freundschaft zu den Menschen in Krasnogorsk um so wichtiger ist.
Sibylle Menzel