Nachdem sich die Frauen-Union seit längerem mit der Gestaltung von Friedhöfen beschäftigt, kam der Wunsch auf, auch einmal den jüdischen Friedhof bei Burgkunstadt zu besuchen. Wolfgang Schoberth stand den Teilnehmern als profunder Kenner der Geschichte zur Seite.
FU-Ortsvorsitzende Margret Schobert freute sich, dass auch Mitglieder aus Untersteinach und Kulmbach an der Fahrt teilnahmen. Erstes Ziel war die ehemalige Synagoge in Altenkunstadt. Hier gab Inge Goebel einen geschichtlichen Überblick über die fast 300-jährige Geschichte der jüdischen Gemeinde. So lebten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts 400 Juden mit 400 Christen im Ort. Durch Aussiedlung nach Amerika oder Israel reduzierte sich die Zahl bis
1920 auf nur noch wenige Familien.
Beeindruckt waren die Teilnehmer vom jüdischen Friedhof bei Burgkunstadt mit weit über 2000 Grabsteinen. Auch hier erzählte Wolfgang Schoberth viele Geschichten von den Grabstätten oder von einzelnen Menschen, die dort bestattet wurden. Bis 1940 galt diese Begräbnisstätte als Zentralfriedhof für viele jüdischen Gemeinden zwischen Bayreuth, Kronach und Lichtenfels.
Den Abschluss bildete der Besuch des Korbmarkts in Lichtenfels. Stellvertretender CSU-Ortsvorsitzender Oswald Purucker dankte Margret und Wolfgang Schoberth für die hervorragende Organisation dieser Studienfahrt. red