Die Anbindung des Baugebietes Sonnenhang beziehungsweise Am Berg an die Stadtlauringer ist ein Dauerbrenner bei den Bürgerversammlungen in Rothhausen. Schon 1980 hatte das Straßenbauamt beim Ausbau der Staatsstraße 2280 Richtung Stadtlauringen eine Aufweitung vorgenommen, um eine Abbiegespur in dieses Baugebiet zu ermöglichen. 25 000 Mark hatte sich die Gemeinde Thundorf dieses Extra damals kosten lassen.
Doch angebunden ist der Sonnenhang bis heute nicht. Ein rund 250 Meter langer Weg wäre bei einem Höhenunterschied von 16 Metern zu erstellen. Als zu teuer wurde dieses Ansinnen bislang immer bei den Bürgerversammlungen abgetan. Immerhin sind entlang des Weges noch keine Bauplätze ausgewiesen, so dass die Gemeinde die vollen Kosten alleine schultern müsste. Nun wurde ein neuer Anlauf unternommen, den vor allem Bürger aus der Gartenstraße angestoßen haben. Durch dieses Nadelöhr fließt nämlich seit dieser Zeit der Verkehr. 270 Fahrzeuge hat Martina Kral, eine der Mitinitiatorinnen einer Resolution an den Gemeinderat, nach eigenen Angaben binnen zehn Stunden gezählt. Im Zuge dieser Verkehrsströme hat auch die Fahrbahnbeschaffenheit stark gelitten. Sämtlicher Schwerlastverkehr wird nämlich ebenfalls über diese Straße abgewickelt. Zu allem Übel laufen über diese einzige Verbindung zum Innenort - ohne Gehsteig - auch noch die Kinder zur Schule.


Gutes Zuzugargument

Der schon häufig geforderte Weg zur Stadtlauringer Straße hinunter würde nicht nur Entlastung bringen, er würde auch die sehr guten infrastrukturellen Einrichtungen des nur zwei Kilometer entfernten Marktes den Anwohnern ein gewaltiges Stück näher bringen. Vom Rothhäuser Baugebiet Sonnenhang wäre es genauso weit zur Tankstelle in Stadtlauringen, wie vom dortigen Baugebiet Eichelberg/Nonnensee. Die wesentlich günstigeren Baupreise in Rothhausen wären dann ein gutes Zuzugsargument, wurde eingeworfen. Der ehemalige Gemeinderat Klaus Beck forderte den Gemeinderat auf, Zukunftsvisionen zu entwickeln und nicht nur das Tagesgeschäft abzuarbeiten. Eine Bedarfserhebung könnte helfen, wo die Gemeinde in zehn oder 20 Jahren stehen will. Eine Einwohnerbefragung am Sonnenhang könnte zudem Klarheit schaffen, wie stark der Wunsch nach einer Entlastungsstraße tatsächlich ist. Immerhin lebt rund ein Viertel der Gesamtbevölkerung in diesem Gebiet.Bürgermeister Egon Klöffel sagte zu, dass die bereits vorliegende Resolution im Gemeinderat zügig behandelt wird.
Weiteres Thema der Bürgerversammlung war der Gemeindeschaukasten, der nicht am Rathaus, sondern am daneben liegenden Friedhofszaun angebracht ist. Dies war der Wunsch der Rathausrestauratoren antwortete 2. Bürgermeisterin Judith Dekant. Ein Schaukasten würde das Gesamtbild des historischen Anwesens stören.
Der Ortsverbindungsweg nach Ballingshausen wird im Winter nicht geräumt, weil es auch andere, bereits geräumte Wege gibt, um dort hin zu gelangen. Der Bauhof müsse seine Ressourcen gezielt und vorrangig in den Wohngebieten einsetzen, erläuterte Bürgermeister Egon Klöffel. Für Straßenbaukosten im Zuge der Glasfaserverkabelung werden die Bürger nicht aufkommen müssen, versicherte der Bürgermeister weiter. Dies sei durch ein Förderprogramm des Freistaates Bayern gedeckt. Und weil Glasfaser kommt, sei bislang auch an der Schule auf Bodenbelagssanierungen verzichtet worden. Da im Zuge der Dorferneuerung im Innenort ein optisch ansprechender heller Asphalt verwendet wurde, soll bei Versiegelung auf Verwendung des gleichen Materials geachtet werden. Klöffel wurde darauf hingewiesen, dass in der Vergangenheit bei Reparaturarbeiten herkömmlicher Asphalt verwendet wurde, der farblich nicht passte.
Auch die mögliche Änderung der Straßenausbausatzung war Thema. Weil derzeit ohnehin keine Maßnahmen anstünden, werden aktuell auch keine Bescheide verschickt.