Markus Ipta geht mit Bestrebungen nicht konform, die Palliativbetreuung zu professionalisieren. Manche hätten bemerkt, dass man damit Geld verdienen könne. Dies hält der Kasendorfer Hausarzt und Palliativmediziner für den falschen Weg.
"Eine ehrenamtliche Betreuung Schwerstkranker und Sterbender - und zwar ohne finanzielle Anreize - ist die beste Begleitung", konstatierte er als Vorsitzender des Kulmbacher Hospizvereins am Ende der Vollversammlung des Vereins am Freitagabend.
Planmäßig getaktete, weil so abgerechnete, Begleitung wie derzeit in der Pflege, laufe den Anforderung der Hospizbegleitung zuwider. Umso mehr stellte er die Arbeit und das ehrenamtliche Engagement der Hospizvereine, insbesondere das im Kulmbacher Verein, heraus.
1618 Stunden seien 103 Betroffene im abgelaufenen Jahr individuell begleitet worden, davon 77 bis zum Lebensende, zählte Ipta auf. Hiervon sei man 118 Stunden im Klinikum Kulmbach gewesen.
Seit Bestehen des Vereins mit aktuell 368 Mitgliedern, der 2017 sein 20-jähriges Bestehen feierte, habe man in 35 150 Stunden 1124 Menschen betreut. Dazu habe man sich auch um Trauernde in Gruppen oder auch in Einzelgesprächen gekümmert.


Intensiv geschult

Augenblicklich seien im Verein 45 Hospizbegleiter ehrenamtlich tätig, die vorher eingehend für ihre Aufgabe geschult worden sind. Zudem werden sie regelmäßig unterstützend überprüft. Außerdem gebe es regelmäßig Fortbildungsveranstaltungen. Am Ausbildungsangebot nahmen im vergangenen Jahr 15 Menschen teil, davon stellten sich vier dem Verein auch weiterhin zur Verfügung.
Eine Ausbildung im Hospizverein verpflichte nicht zur anschließenden Mitarbeit, man könne von ihr auch für sich oder im näheren Umkreis profitieren. Kein Mitarbeiter werde mit den Belastungen aus den Betreuungen allein gelassen, und jeder werde auf seine Tätigkeit auch intensiv vorbereitet und weitergebildet.
Aus dem Vereinsgeschehen in 2017 berichtete Markus Ipta von der Feier des 20-jährigen Bestehens im Mai, von einem Gospelkonzert im Juli und vom Jubiläumsgottesdienst im November. Von diesen Ereignissen zeigte Anita Baar nach der Versammlung Bilder.
Finanziell ist der Verein nach dem Kassenbericht von Manfred Götz stabil.
Die Arbeit beziehungsweise die entstehenden Kosten werden etwa zu 90 Prozent gefördert.
Aus dem Dienst verabschiedet wurden Inge Buol-Schumann, Rosi Bürger, Hans Fiedler und Gisela Niebisch.