Die Arbeiten für die energetische Sanierung und den barrierefreien Zugang am Rathaus der Gemeinde Ködnitz liegen voll im Zeitplan. Diese Aussage konnte Architekt Thomas Hanisch vom Architekturbüro H2M, Kulmbach, dieser Tage bei einem Baustellentermin mit Bürgermeister Stephan Heckel-Michel (CSU) machen. Das Rathaus diente noch bis Ende der 60er Jahre als Schulhaus für die Schüler von Fölschnitz.
Unmittelbar nach der "Fölschlicher" Kerwa begann das Unternehmen Fickenscher aus Sparneck Anfang September mit dem Abbruch der Nebengebäude, danach wurde der alte Dachstuhl von der Zimmerei Röhrlein, Untersteinach, abgerissen und neu aufgebaut.
Architekt Thomas Hanisch, zugleich auch Mitglied des Ködnitzer Gemeinderates: "Gleichzeitig wurden das Gebäude entkernt und die Bodenplatte vorbereitet. Die Dachisolierung wird später mit der Ausschreibung der Trockenbauarbeiten durchgeführt."
In den nächsten Wochen werden auf der Rückseite des Rathauses die Außenöffnungen für eine neue Haupteingangstür vorgenommen, um dort einen barrierefreien Zugang zu schaffen. Unmittelbar am neuen Haupteingang entstehen ein neuer Multifunktionsraum mit Garderobe und Teeküche sowie neue WC-Anlagen. Am barrierefreien Zugang werden auch zwei behindertengerechte Stellplätze errichtet.
Zügig soll es dann im neuen Jahr mit den Fenster- und Schreinerarbeiten weitergehen, die gegenwärtig vom Architekturbüro H2M ausgeschrieben werden. Parallel dazu laufen die Trockenbau- und Natursteinarbeiten. Hier soll die Sandsteinfassade überarbeitet werden. Die Fertigstellung aller Arbeiten ist im Bauzeitenplan für Juni nächsten Jahres eingetaktet und Architekt Thomas Hanisch gibt sich zuversichtlich, dass dieser Termin auch eingehalten werden kann.


Heimische Firmen beschäftigt

Es läuft also alles programmgemäß, wenngleich bei dem einen oder anderen Gewerk leichte Überschreitungen bei den Baukosten eingetreten sind. Bürgermeister Stephan Heckel-Michel: "Die Kostenmehrungen sind Gott sei Dank noch überschaubar, aber es ist momentan schwierig, Fachfirmen zu vernünftigen Preisen zu bekommen, das liest man ja allenthalben, aber bis jetzt hat es einigermaßen geklappt. Wir fokussieren uns auch, wenn es geht, auf heimische Firmen und hoffen da natürlich, dass wir die Handwerksbetriebe aus der Region mit unseren Aufträgen ein klein wenig unterstützen. Uns ist aber bewusst, dass die alle gut zu tun haben."
Das klappte bislang bei den Baumeisterarbeiten, die mit der Firma Lindner-Bau, Spitzeichen/Ködnitz, in der Gemeinde blieben. Die Zimmereiarbeiten gingen an die Firma Röhrlein aus dem benachbarten Untersteinach und die Elektroarbeiten wird die Firma Porzelt aus Stadtsteinach vornehmen.
Die Gesamtkosten sind mit 325 000 Euro veranschlagt und die Gemeinde Ködnitz ist in der glücklichen Lage, dass ein Teil der Baukosten über das Kommunale Investitionsprogramm gefördert wird. Hier kann die Gemeinde mit einer pauschalen Förderung von 180 000 Euro rechnen.
Bürgermeister Heckel-Michel: "Den Rest müssen wir über unsere eigenen Haushaltsmittel schultern. Was auch noch wichtig ist, im Dachgeschoss war ja bislang eine Wohnung vorhanden, aber die ist nicht mehr da und diese Flächen stellen wir unseren Vereinen und Verbände für ein Archiv zur Verfügung. Das ist auch Sinn und Zweck, dass sowohl das gemeindliche Archiv im Dachgeschoss untergebracht wird als auch für unsere Vereine eine Möglichkeit geschaffen wird."
Auch der Eingangsbereich und das Bürgermeisterzimmer sowie der Sitzungsaal sollen ein neues Outfit bekommen. Bürgermeister Heckel-Michel: "Es war alles nicht mehr zweck- und zeitgemäß und ist in die Jahre gekommen."