Der Ironman auf Hawaii ist der wohl bekannteste und auch erste Triathlon über die Langdistanz mit 3,86 Kilometern (2,4 Meilen) Schwimmen, 180,2 Kilometern (112 Meilen) Radfahren und 42,195 Kilometern (26,2 Meilen) Laufen. In diesem Jahr nahm auch der Teuschnitzer Thomas Geiger teil. Für ihn war es sein 50. Start bei einem Ironman, der für ihn jedoch nicht so gut wie erhofft verlief.

Bei einer Diskussion, wer der fitteste Sportler sei, schlug 1977 John Collins vor, die bereits existierenden Rennen - das Waikiki Roughwater Swim, das Around Oahu Bike Race "Ride around the Island" (115 Meilen, ursprünglich ein zweitägiges Radrennen) und den Honolulu Marathon - zu kombinieren. So fand am frühen Morgen des 18. Februar 1978 der erste Ironman statt. John Collins schlug damals vor: Wer auch immer als erster ins Ziel kommt, soll Mensch aus Eisen (Iron Man) genannt werden - so entstand der Name Ironman.

Bereits zehn Jahre später, im Jahr 1988, stand der Teuschnitzer Thomas Geiger, damals noch für die DLRG Teuschnitz, an der Startlinie des Ironman Hawaii. Beim Ironman in Roth hatte er sich zuvor dafür qualifiziert. In diesem Jahr, 30 Jahre später und zum 40-jährigen Jubiläum des Ironman Hawaii, stand Geiger erneut vor dieser Herausforderung. Es sollte sein 50. Ironman werden. Mittlerweile gibt es weltweit 40 Qualifikationsrennen, 250 000 Triathleten kämpfen um die 2500 Startplätze, schon alleine die Teilnahme ist für viele Triathleten ein riesiger Erfolg.

Die größte und spezielle Herausforderung auf Hawaii besteht in den klimatischen Bedingungen, den hohen Temperaturen inklusive hoher Luftfeuchtigkeit und dem Mumuku Wind auf der Radstrecke. Eine Art Föhn, ein Fallwind, wie auch im Alpenraum bekannt. Starke böige Winde machen das Radfahren sehr schwer. Heuer legte der Mumuku aber eine Pause ein.

Hohe Erwartungen nicht erfüllt

Deshalb wurde Hawaii 2018 ein Tag der Rekorde mit einem neuen Herren-Streckenrekord durch den deutschen Patrick Lange und einem neuen Streckenrekord bei den Frauen durch die Schweizerin Daniela Ryf. Auch viele Altersklassenrekorde wurden gebrochen. Der aus Coburg stammende Jan Sibbersen hat einen neuen Schwimmrekord für die 3,86 Kilometer im Pazifik aufgestellt, er benötigte 46:29 Minuten.

Geiger war mit hohen Erwartungen an sich selbst nach Hawaii gereist, erwischte jedoch einen gebrauchten Tag. Das Schwimmen im Pazifik lief noch im Rahmen. 1:07 Stunden Waren nicht besonders schnell, aber auch nicht so langsam. Gleich zu Beginn des Radfahrens merkte Geiger, dass es an diesem Tag hart werden würde. Ein Gefühl, das sich bewahrheiten sollte, denn er hatte schon zu Beginn schwere Beine. Obwohl es in diesem Jahr beim Radfahren nicht sehr windig war, brauchte Geiger 5:10 Stunden. Und beim anschließenden Laufen setzte sich das Elend fort. Von Anfang an ein Kampf, taten ihm die 4:14 Stunden für den Marathon im wahrsten Sinne besonders weh. Der fehlende Wind beim Radfahren schlug sich beim Laufen als Hitzeschlacht nieder, denn die Kühlung fehlte.

Aber das Finishen stand für den Teuschnitzer nie außer Frage. Wobei es ihm nicht nur darum geht, das Ziel zu erreichen, sondern auch darum, etwas zu Ende zu bringen, was man begonnen hat. Nicht nur im Sport, sondern auch in vielen anderen Bereichen. Es ist eine Lebenseinstellung, die viele Triathleten haben, so wie Geiger. red