Neundorf — Die Türen der Pfarrkirche St. Marien in Neundorf waren am Sonntag weit geöffnet, denn auch die Gäste vor dem Gotteshaus sollten in den Genuss der außergewöhnlichen Musik kommen, die in der Kirche erklang. Das Jubiläumskonzert anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Schola Akanamandla aus Neundorf, Leitung Romy Dellert, fand so viel Anklang, dass die Plätze in der Kirche nicht ausreichten. Die Interpreten waren überwältigt, denn mit diesem Andrang an dem sonnigen Sonntagnachmittag hatten sie nicht gerechnet.

Auch Klänge aus Afrika

Im Altarraum standen 16 Sängerinnen und vier Sänger, teilweise mit Instrumenten, um Einblicke in ihr Genre zu geben. Wie der Name "Akanamandla" ausdrückt, gehören Lieder aus dem schwarzen Kontinent ins Repertoire der Gruppe. Mit viel Freude und voller Elan präsentierte die Schola ein buntes Programm, das sich in drei Blöcke gliederte. Den Anfang machten christliche Songs von heiter bis besinnlich, es folgten Gospels und im letzten Teil kamen "Lovesongs" zu Gehör, auch Solis waren zu hören; mit "Sounds of Afrika" endete das Programm.
Zwischendurch erzählten die Akteure aus der Geschichte ihres Chors und blickten zurück auf die Anfänge im Jahr 1990, als sich der Chor mit einigen Sängerinnen in Neundorf gründete. Jeden Donnerstag treffen sich die Sängerinnen und Sänger, um zwei Stunden lang zu proben und um den Alltagsstress zu vergessen. Das Repertoire und die Liedauswahl, so die Leiterin, träfen die Mitglieder gemeinsam, gemeinsam werde auch über die Auftritte entschieden, zu denen mittlerweile auch Geburtsständchen gehörten. Die Besucher waren mit den ersten Klängen hellauf begeistert, sie klatschten im Takt mit und strahlten über das ganze Gesicht. Viel Jubel und Applaus, der nicht enden wollte, waren der Dank für einen wundervollen Nachmittag. Gabi Arnold