Eklat beim SV Bavaria Waischenfeld: 40 stimmberechtigte Mitglieder des mit 431 Personen größten Vereins der Stadt haben bei der Jahreshauptversammlung in der Sportheim-Gaststätte ihren bisherigen Vorsitzenden Bernhard Bachmann abgewählt. Einen Nachfolger gibt es allerdings nicht. Stadtrat Jan Wolf brach nach zwei erfolglosen Wahlgängen die Veranstaltung ab und kündigte eine außerordentliche Mitgliederversammlung an.

Wann diese außerordentliche Mitgliederversammlung stattfindet, bei der ein neuer Bavaria-Chef gekürt werden soll, ist noch offen. Vorerst bleibt die bisherige Vereinsführung kommissarisch im Amt.

Robert Sönning, der als neuer Erster Vorsitzender vorgeschlagen wurde, lehnte ebenso ab, wie der frühere Vorsitzende Sebastian Eckert. Sie seien gerne bereit, eine neue Vorstandschaft nach Kräften zu unterstützen, selbst Verantwortung übernehmen wollten sie aber nicht. So erklärte sich schließlich Bernhard Bachmann bereit, noch eine Wahlperiode lang den Verein zu führen. Allerdings fehlte ihm im ersten Wahlgang eine Stimme, denn laut Satzung muss ein Amtsinhaber die absolute Mehrheit der stimmberechtigten Vereinsmitglieder auf sich vereinen. Beim zweiten Wahlgang erhielt Bernhard Bachmann dann nur noch 19 Stimmen. Daraufhin brach Wahlleiter Jan Wolf die Neuwahl der Vorstandschaft ab.

Durchgefallen ist auch ein Vorschlag von Andreas Dinkel, der eine Art Vorstandsteam mit vier bis fünf verschiedenen Resorts ins Leben rufen wollte, um die Hauptlast des Vorsitzenden auf mehrere Schultern zu verteilen. Abgestimmt wurde über diesen Vorschlag aber nicht.

In seinem kurzen Rückblick auf die letzten Jahre berichtete Bernhard Bachmann von zahlreichen Arbeitseinsätzen und einigen Neuanschaffungen. So wurden im Vereinsheim drei neue WCs eingebaut, in die Gäste-Dusche eine neue Decke eingezogen, der Platz am Greiner kostenlos abgezogen und zwei neue LED-Fluter installiert. Im Nebenzimmer wurden neue Regale aufgestellt und die Außenfassade des Sportheims mit Holz verkleidet. Den größten Aufwand bereitete der ersten Mannschaft das Herrichten der Außenanlage.

Sportlicher Höhepunkt war der Aufstieg der ersten Mannschaft in die Bezirksliga. Kassenrevisor Theo Gruber bescheinigte eine hervorragende Kassenführung. "Er sprach von sehr guten finanziellen Erfolgen, die dem Aufstieg der ersten Mannschaft in die Bezirksliga geschuldet seien", so Gruber, der als Kassenprüfer nicht mehr zur Verfügung steht. tw