Teuer verkaufen wollten sich die Kegler des Baur SV Burgkunstadt beim Bayernliga-Tabellenführer Gut Holz Zeil, doch bis auf die Spitzenleistung von Rückkehrer Peter Thyroff (607 Holz) ist ihnen das nicht einmal im Ansatz gelungen. Angesichts der Ausfälle der letzten Wochen und den leicht Angeschlagenen werden die Sorgenfalten auf der Stirn des Mannschaftsführers Peter Zapf immer größer. Er selbst laboriert seit Wochen an Knieproblemen. Dieter Kestel muss möglicherweise am Ellenbogen operiert werden. So hoffen die Burgkunstadter, dass sich das Lazarett nach der Winterpause wieder lichtet.
Gut Holz Zeil -
Baur SV Burgkunstadt 7:1
(16:8 Sätze, 3535:3220 Holz)
Zeil überzeugte mit einer herausragenden Mannschaftsleistung von 3535 Holz und hatte sowohl in die Vollen (2290:2188), vor allem aber im Räumen mit 1245:1032 klar die Nase vorn.
Bernd Schwarz hatte sich aufgrund der Verletztenmisere dankenswerter Weise bereiterklärt, die Fahrt nach Zeil mitzumachen und auch noch in der zweiten Mannschaft zu spielen. Bei mehreren angeschlagenen Spielern entschloss man sich, ihn an den Start zu bringen. Doch erwischte er einen rabenschwarzen Tag und unterlag Jahn in allen vier Sätzen (487:600). Ganz anders klingelte es bei Peter Thyroff, der unglaubliche 411 in die Vollen auf die Bahn legte. Gegen Endres lieferte er sich ein Duell auf Augenhöhe, das der Routinier bei Satzgleichstand mit 161 auf der letzten Bahn dank der besseren Holzzahl (607:594) noch knapp gewann.
Einen katastrophalen Fehlstart erlebte Bastian Krötter. Der Zeiler Patrick Löhr zog mit 175 Holz davon. Nach 60 Wurf brachten die Verantwortlichen Dieter Kestel, der zwar einen Satz gewann, aber die 1:3-Niederlage bei 512:621 Holz nicht mehr verhindern konnte. Harald Zapf hätte zum 2:2 ausgleichen können. Der Burgkunstadter gewann gegen Pfaller zwar die Bahnen 2 und 3, doch der Zeiler gewann Satz 4 und lag am Ende mit 564:538 klar vorn. Damit führte der Gastgeber mit 3:1 bei über 200 Mehrkegeln.
Hopp (573) und Faber (583) komplettierten die hervorragende Mannschaftsleistung der Zeiler und ließen den Baur-Mannen keine Chance. Patrick Kalb gewann zwar die ersten beiden Sätze, verlor dann knapp und musste auf Bahn 4 den 177 seines Kontrahenten staunend applaudieren. Peter Zapf merkte man seine Probleme an. Auch er fand nie richtig ins Spiel. 525 ist ein für ihn eher untypisches Ergebnis, vor allem im Vollespiel hatte er seine Probleme. Am Ende standen die Schuhstädter mit leeren Händen da und blicken in eine ungewisse Zukunft. Beim Baur-SV hofft man, dass sich das Lazarett möglichst schnell wieder lichtet, um den Abstiegskampf in der Bayernliga mit aller Energie aufzunehmen. tc