Neue Wege geht der Bayerische Bauernverband (BBV), Kreisverband Forchheim, beim Thema "Tag des offenen Hofes - Tag der offenen Tür" (TdoH). Er wählte zu diesem Zweck einmal keinen klassischen, historischen Bauernhof, sondern ein landwirtschaftliches Unternehmen aus, das frühzeitig die Chance als landwirtschaftlicher Dienstleister erkannt und sich so ein zweites Standbein geschafft hat.
Heidi Krämer vom gleichnamigen Dienstleistungsunternehmen Krämer in Gräfenberg hatte die Bereitschaft signalisiert, die Ausrichtung am Sonntag, 8. Juli, in einer Win-Win-Situation auszurichten. Gleichzeit feiert nämlich die FFW Gräfenberg ihr 150-jähriges Bestehen. Dafür stellt Krämer die Anlagen wie Halle und Gelände zur Verfügung.


150 Jahre Feuerwehr Gräfenberg

Andererseits springt anschließend die FFW mit Hilfsdiensten bei der landwirtschaftlichen Veranstaltung ein. Informationen, Diskussionen und Einblicke in die bäuerliche Wirklichkeit, verbunden mit einem zwanglosen Treffen, das möchte der BBV mit seinen Landfrauen den Besuchern bieten. Dies ist laut Pressemitteilung dem BBV und den Landwirten umso wichtiger, als heute immer mehr Verbraucher den direkten Kontakt zur Landwirtschaft verlören.
Der BBV stellte auf dem Hof der Familie Krämer das Programm vor. Die BBV-Geschäftsstelle Forchheim war vertreten durch Joachim Grau. Mit von der Partie waren außerdem unter anderem Kreisbäuerin Rosi Kraus, der stellvertretende Kreisobmann Reinhard Friedrich und Vertreter der FFW Gräfenberg.
Heidi Krämer erläuterte ihren Betrieb, der mit imposanten Zahlen im Dienstleistungssektor aufwarten kann. 25 Mitarbeiter sind über das Jahr beschäftigt. Bereits 1959 stieg man in den Lohndrusch ein. Jetzt sind 15 Mähdrescher zur Erntezeit im Einsatz, davon drei bis vier in Franken, der Rest in den neuen Bundesländern. Dazu kommen vier Quaderballenpressen, fünf Häcksler und weiteres Equipment für landwirtschaftliche Arbeiten, aber auch für Schneeräumdienste, kommunale Arbeiten bis Nürnberg und Erlangen.
Drei Ausbildungsbereiche werden mit Fachkraft Agrarservice, Landwirt und Landmaschinenmechaniker bedient. Das Familienunternehmen Krämer bearbeitet selbst 93 Hektar eigene Landwirtschaft mit Anbau von Weizen, Raps, Wintergerste, Erbsen, Mais und Grünland.